Getriebe undicht, wie Deckel ausbauen

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Re: Getriebe undicht, wie Deckel ausbauen

Beitragvon DiLo » Sa 3. Dez 2016, 20:50

Ich hatte mein Getriebe mit Epoxi (keine Baumarktware sondern richtig guter Stoff) abgestimmt auf den Temperaturbereich des Getriebes abgedichtet. Das hat auf der Renne so gut funktioniert, dass ich es schon angefangen hatte hatte, als Wunderheilmittel zu preisen.
Bis ich die 800km zu dem kack scheiss miesesten Guzzi-Treffen ( :mrgreen: ) nach Schwege mich Übereden lassen hatte zu fahren.........

Fazit: für den Dauerbetrieb nicht geeignet. Für den Dauerbetrieb ordentlich abdichten/schweißen! Meine Meinung.
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Re: Getriebe undicht, wie Deckel ausbauen

Beitragvon glühkerze » So 4. Dez 2016, 16:45

Erst mal feststellen was wirklich undicht ist. Wenn Deckel: Silikondichtmasse von Loctite oder ähnlichen. Wenn Getriebegehäuse: von Fachmann schweißen lassen (hat bei mir Super funtioniert). Getriebeöl 75/140 wird auch im LKW Bereich verwendet. Das ganz normales Getriebeöl, auch gedacht für schnell laufende Getriebe und auch für Radnaben, und kein Pfuscheröl. Das was Ihr meint ist Fließfett. Das ist für Kettenantriebe gedacht. Hylomar wird von RollsRoyce und Mercedes für Wasserpumpen eingesetzt. Würde ich persönlich gar nicht verwenden.
Gruß Stefan
Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
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Re: Getriebe undicht, wie Deckel ausbauen

Beitragvon PorcoRosso » So 4. Dez 2016, 21:53

Und was ist jetzt mit Graphitdichtung mit Spießblecheinlage? Ich mein wir benutzen das Zeug in der Industrie bei Dampfarmaturen die 400 Bar Druck durchflöten. Ich denke ein Versuch ist Wert kann euch ja berichten, außerdem bügelt die Ungleichmäßigkeiten weg und das Blech hält sie schön in Form, zudem ist sie Restistent gegen Korrosion.
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Re: Getriebe undicht, wie Deckel ausbauen

Beitragvon Ludentoni » Mo 5. Dez 2016, 00:07

Das wird nicht funktionieren. Dann passt nämlich nichts mehr von der Ausdistanzierung her...

Das Getriebe ist konstruktiv auf plane Dichtflächen und spezielles Dichtmittel hierfür ausgelegt. Rollspaste ist dicke Mumpe, quetscht sich weg und für so was ungeeignet.

Such erstmal nach dem Leck und guck dir das Gehäuse vom Aufbau und der Abdichtung an. Loctite hat sehr gute Dichtmittel für plane Dichtflächen von Motor und Getriebegehäuse im Programm. Das beste Dichtmittel hat aber bei defekten Gehäusen und Dichtfächen auch keine Chance...

Zu dem 75 W 140, das ist bei 100 Grad Öltemperatur zäh, kostet Kraft und heizt das Getriebe unnötig auf, wozu das Ganze? Ursprünglich wurde dieses Öl in BMW M und Alpina Hinterachsen mit Ölkühler und Pumpe verwendet.
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Re: Getriebe undicht, wie Deckel ausbauen

Beitragvon guuz » Do 15. Dez 2016, 12:18

Hi, Klugscheiß Modus an ;)
Bei Riß im Gehäuse (max 0,4mm Breite), egal ob Getrieb, Motor, Kardan ect. wird "Druck Imprägniert" behandelt.

Hab Gießmasken mit micro Riß die min. 16 Stnd pro Tag auf 100° aufgeheizt und nach 1 Min auf 5° abgekühlt werden behandeln lassen. Selbst nach 4 Jahren waren die noch dicht und sparte so 90.000€ und 2 1/2 Monate Nachfertigungszeit.
Bei der Firma lagen V8 Alu Motorengehäuse eines ........PKW Hersteller, sowie kistenweise Armaturen eines bekannten deutschen Herstellers zur Behandlung.

Also Firma die das macht suchen, Gehäuse zerlegen, sehr gut reinigen und Behandeln lassen, Mittel setzt sich nur im Riß ab und Rest wird ausgewaschen. Kein Verzug vom Gehäuse, keine Wärmevorbehandlung usw nötig.

Klugscheißmodus aus :-D
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Re: Getriebe undicht, wie Deckel ausbauen

Beitragvon PorcoRosso » So 28. Mai 2017, 14:33

... also faule Mädchen Variante. Mit Bremsenreiniger und Druckluft alles sauber gemacht und dann
Marston Dichtpaste reingedrückt. Hält! Das Zeug nehmen wir im Industriebereich für Hochdruckpumpen.
Zum Überbrücken bis zur Motorrevision optimal.

Gruß

https://www.facebook.com/groups/4568961 ... 249316822/
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Re: Getriebe undicht, wie Deckel ausbauen

Beitragvon motoguzznix » Fr 2. Jun 2017, 11:29

Mein Getriebe war auch an der selben Stelle undicht - also Dichtfläche Gehäuse zu Zwischenflansch. Am Seitenständer stehend hat es 2- 3 Tropfen pro Tag geleckt. Ich habe Deckel und Zwischenflansch demontiert - bei eingebautem Getriebe. Ging ohne große Probleme - Hinterrad, Antrieb, Schwinge raus, Kardanwelle ab. Die Schlüssel für die Wellenmuttern konnte ich mir ausborgen.

Ich habe Reinzosil als Dichtmasse verwendet. Die Dichtflächen sind sehr schmal, man muß daher sehr sorgfältig arbeiten. Ist jetzt seit einigen Jahren dicht. Meine war schon im Schauraum des Händlers undicht.... Hab sie trotzdem gekauft.
MfG Ernst
aus A ganz rechts unten

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Re: Getriebe undicht, wie Deckel ausbauen

Beitragvon PorcoRosso » Di 15. Aug 2017, 19:44

motoguzznix hat geschrieben:Mein Getriebe war auch an der selben Stelle undicht - also Dichtfläche Gehäuse zu Zwischenflansch. Am Seitenständer stehend hat es 2- 3 Tropfen pro Tag geleckt. Ich habe Deckel und Zwischenflansch demontiert - bei eingebautem Getriebe. Ging ohne große Probleme - Hinterrad, Antrieb, Schwinge raus, Kardanwelle ab. Die Schlüssel für die Wellenmuttern konnte ich mir ausborgen.

Ich habe Reinzosil als Dichtmasse verwendet. Die Dichtflächen sind sehr schmal, man muß daher sehr sorgfältig arbeiten. Ist jetzt seit einigen Jahren dicht. Meine war schon im Schauraum des Händlers undicht.... Hab sie trotzdem gekauft.



Hi, denke ich werd das im Winter auch so machen.
Marstonpaste ist undicht geworden :schitt:
Hab jetzt erstmal redline v-twin shockproof Getriebeöl reingekippt.
So ein rosanes Amizeug.
Seit 400km keinen Tropfen und das Getriebe jault auch nicht mehr.
Gruß
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