Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

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Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Guzzibutz » Sa 30. Dez 2017, 11:48

Hallo zusammen,

ich bin seit einer Woche stolzer Besitzer einer V11 Le mans Bj. 2004. Das Moped hat erst 15.000 Km gelaufen, aber der Vorbesitzer scheint das Teil nicht großartig gepflegt zu haben.
Ich fahre seit 28 Jahren eine Guzzi V850GT und mache da alles immer selber, muss aber doch feststellen, dass die V11 ein anderes Mororrad ist.
Mein Paln ist jetzt:
- Luftfilter wechseln. Aber wie bekomme ich den Tank ab? Muss zunächst die Verkleidung ab? Laut WHB muss ich nur die eine Schraube lösen, aber die Verkleidung scheint dem Ganzen im wege zu sein. Und wie bekomme ich die bent´zinschläuche gelöst?
- Ventilspiel einstellen. Um den Kolben auf OT (Kompressionshub) zu bringen, würde ich ja normalwerweise die LiMa-Abdeckung entfernen und dann dort die Kurbelwelle bewegen. Oder soll ic einfach im 6. Gang am Hinterrad drehen?
- Das Motoröl zu wechseln scheint bei der V11 ja tatsächlich ohne Entfernen der Wanne möglich zu sein. Wo bekomme ich aber einen 27er Inbusschlüssel her?
- Getriebe- und Hinterradöl zu wechseln scheint ja nicht anders zu sein, als bei meiner alten Guzzi.
- Kardan abschmieren - wo bekomme ich die passende Fettpresse und das richtige Fett her? Hiterrad muss dazu wohl ausgebaut sein?

Ansonsten wünsche ich allen Guzzisten hier im Forum ein frohes neues Jahr!

Gruß,

Guzzibutz
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon guzzipapa » Sa 30. Dez 2017, 13:48

Also erst einmal herzlich willkommen hier. Ist gut wenn immer wieder mal interessierte Neue dazu kommen. Wobei bei dir neu ja nur im Bezug auf V 11 zutrifft.

Wenn ich von hinten anfangen darf:

Kardan abschmieren ist ein Murks. Dazu gäbe es ganz einfache und bessere Lösungen mit Schmiernippel aussen an den Gelenken. Ist aber bei Guzzi keinem eingefallen.
Es gibt Leute, die haben das Rohr an der Fettpresse schwanenhalsförmig gebogen um da dran zu kommen. Ich hab mir ein Zwischenstück gemacht. Muss ich Nachmittags ein Foto machen, weil ich eh in der Werkstatt arbeite. Es ist aber auch damit nicht so ganz einfach dranzukommen.

Getriebe und Hinterradöl sind gleich wie bei den Vorgängern.

Motoröl kann man normal ablassen und der Filter ist unter dem Deckel in der Ölwanne. Ich hab mir von einer 27 mm Sechskantwelle ein kurzes Stück abgeschnitten und kann damit mit der normalen Nuss dran. Aber dann heißt es ordentlich arbeiten. Es schon einige Motoren ruiniert worden, weil Spezialisten den Ölfilter nicht ausreichend angezogen hatten oder weil der Dichtring des alten am Block kleben geblieben ist und nicht entfernt wurde. Man kann den Filter nämlich nicht mit der Hand oder einem üblichen Filterschlüssel drehen, weil er so knapp im Gehäuse sitzt. Deshalb am besten nur Filter kaufen, die am Gehäuse unten einen Sechskant haben, damit du mit normalem Werkzeug drehen kannst. Wenn du das bei deinem Motorrad zu ersten mal machst, kannst du auch gleich die ganze Ölwanne abnehmen. Dann siehst du, wie der Motor innen beisammen ist und ob etwas im Sieb hängt. Welches Motoröl du verwenden musst, ist die Vorgabe einiger wissenschaftlicher Abhandlungen hier im Forum. Musst mal die Suchfunktion bemühen.

Ventilspiel einstellen weiß ich nicht. Ich mach dazu immer die Kerzen raus, weil die in dem Rahmen eh begutachtet werden sollen, und drehe am Hinterrad.

Wegen Tank ab müssen die Le Mans Besitzer her. Ich hab eine KR ohne Verkleidung. Da ist nur die eine besagte Schraube zu lösen, die Benzinschläuche abziehen und zwei Stecker an den Kabeln auseinanderzustecken. Deine hat möglicherweise Schnellverschlüsse. Auch ein Thema für die Suchfunktion.

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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon werner » Sa 30. Dez 2017, 15:38

Willkommen im Forum!
Wie Gottfried schon geschrieben hat, würde ich auch die Ölwanne zum Filterwechsel abschrauben. Vermutlich benötigst Du danach eine neue Papierdichtung.
Das Abschmieren des getriebeseitigen Kardanwellenschmiernippels geht am besten, wenn man vorher die Schwinge ausbaut. Dann kannst Du direkt auch die Lager prüfen und abschmieren.Insbesondere direkt nach dem Kauf einer Gebrauchten lohnen sich die Mehraufwände. Und Spass macht es auch..!

-w-
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Guzzibutz » Sa 30. Dez 2017, 16:44

Wow, ich bin echt beeindruckt, dass ich kurz nach dem Posten schon zwei kompetente Antworten bekommen habe - und das einen Tag vor Sylvester :clap:
Ob ich mir das mit dem Ausbau der Schwinge jetzt antun möchte überlege ich noch mal. Andererseits: es ist Winter und ich habe eigentlich viel Zeit. Spezialwerkzeug ist dafür ja wohl nicht erforderlich?
Eine Frage noch: wo bekomme ich eine passende Fettpresse und das richtige Fett her?

Gruß,

Guzzibutz
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon guzzipapa » Sa 30. Dez 2017, 20:31

Guzzibutz hat geschrieben:Wow, ich bin echt beeindruckt, dass ich kurz nach dem Posten schon zwei kompetente Antworten bekommen habe - und das einen Tag vor Sylvester :clap:
Ob ich mir das mit dem Ausbau der Schwinge jetzt antun möchte überlege ich noch mal. Andererseits: es ist Winter und ich habe eigentlich viel Zeit. Spezialwerkzeug ist dafür ja wohl nicht erforderlich?
Eine Frage noch: wo bekomme ich eine passende Fettpresse und das richtige Fett her?

Gruß,

Guzzibutz


Kommt drauf an, wo du zu Hause bist. Wenn du irgendwo eher ländlich wohnst, würde ich sagen, geh in die nächste Landmaschinenwerkstätte und frag ob sie dir so ein Ding borgen. Du wirst die kaum öfter als einmal im Jahr brauchen und dann mit dem Inhalt geschätzt bis zum Jahr 2050 auskommen. Auf dem link kannst du nachschauen was es dazu alles gibt: http://www.oekoprofi.com/shop/produkte/list/fettpresse/

Wenn du den Tank ab hast und den Luftfilter wechselst, dann schau in den Lufi-Kasten. Da ist oft allerhand Pampe drin vom Ölnebel aus der Motorentlüftung. Die versaut auch noch die Drosselklappe. Wenn nötig sauber machen. Und schau auch gleich nach den Steckverbindungen im Kabelbaum. Gerade bei Fahrzeugen, die viel im Freien gestanden haben sind die manchmal oxydiert und der Anlass zu allerlei Elektroproblemen. Und die Benzinschläuche werden auch porös sein. Einfach alle neu machen, das sind Artikel die als Meterware kleines Geld kosten. Zu allen diesen Arbeiten ist hier schon viel geschrieben worden und über die Suchfunktion zu finden.

Und wenn du die Kiste wieder beisammen hast, gehören die Drosselklappen synchronisiert. Die sind mit dem Alter und beschriebenen Zustand fast sicher aus der Richtung.

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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Dottore G. » Sa 30. Dez 2017, 20:47

Moin,
Glückwunsch zur Elfe.
https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mpre ... 1130933904
Sowas funzt ganz gut wenn die Metallverlängerung abgewinkelt wird.
Das Maul welches auf den Nippel gesteckt wird aufdrehen sonst bricht der Schmiernippel beim abziehen
schnell ab.Das Fett in die Gelenke drücken,nicht darüber.
Mach erst mal und dann berichte.
Ansonten haben Gottfrie und Werner ja schon alles gesagt.
Wenn Fragen kommen einfach stellen.
Sind alles gute Leute hier die gerne helfen.
Du darfst natürlich auch gern die Suchfunktion hier nutzen,
es ist alles schon mal dagewesen.
Ist eine schöne Lektüre von der man nicht dummer wird.

Gruß, Dieter.
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In meine Guzzen kommt nur Super + und Luft ;-) na gut,Öl gibts auch noch.Und in den Endantrieb auch noch Molykote.Auch schöne Dinge können manchmal schmutzig sein.
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon guzzipapa » Sa 30. Dez 2017, 21:17

Ich will den armen Guzzibutz nicht gleich überfordern. Aber weil es gerade wieder einmal Thema ist: So sollte das eigentlich ab Werk gelöst sein.

http://viermalvier.de/forum_php/upload_ ... 36_4x4.jpg

Wenn jemand ein kaputtes Gelenk herumliegen hat, könnte man ja einmal nachschauen, wie man das umrüsten könnte. Aber heuer nicht mehr, wir müssen nächstes Jahr auch noch was zu tun haben.

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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Schattenparker » So 31. Dez 2017, 09:44

50+ , na und, Kritik an meiner Fahrweise dulde ich auch heute noch nicht.(Quelle: Monika G.)
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Guzzibutz » So 31. Dez 2017, 12:45

Nochmals vielen Dank für die vielen wertvollen Hinweise.
Zum Thema Einspritzung synchronisieren werde ich hier im Forum sicherlich fündig. Vorab trotzdem nochmal eine Frage: Ich habe leider nur billigste Hein-Gericke Unterdruckuhren, für meine V850GT mit den Dellortos, die man im Grunde auch ganz ohne Uhren synchronisieren kann, war's gut genug.
Kann jemand ein Paar Uhren empfehlen, die sich bewährt haben?

Gruß,

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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Thomas » So 31. Dez 2017, 12:49

Herzlich willkommen hier. Ich benutze Böhm: http://www.boehm-synchrontester.de/index.html


Th
Immer 3-4 Zentimeter Sicherheitsstreifen an den Reifenflanken

T3
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ETV 1000 Caponord ist verkauft
seit Juni 2017 K 1600 GTL

SS 1600K am 15.06.2017 auf Aprilia Caponord ist beurkundet
SS 1000 am 09.07.2017 auf BMW K 1600 GTL ist beurkundet
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon guzzipapa » So 31. Dez 2017, 13:03

Guzzibutz hat geschrieben:Nochmals vielen Dank für die vielen wertvollen Hinweise.
Zum Thema Einspritzung synchronisieren werde ich hier im Forum sicherlich fündig. Vorab trotzdem nochmal eine Frage: Ich habe leider nur billigste Hein-Gericke Unterdruckuhren, für meine V850GT mit den Dellortos, die man im Grunde auch ganz ohne Uhren synchronisieren kann, war's gut genug.
Kann jemand ein Paar Uhren empfehlen, die sich bewährt haben?

Gruß,

Guzzibutz


Ich hab auch nur solche billigen uralten Messgeräte. Die hab ich mit längeren Schläuchen mit Getriebeöl drin "aufgerüstet" und damit selber eingestellt. Bei einer Kontrolle in der Fachwerkstatt hat nachher alles gepasst.

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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon werner » So 31. Dez 2017, 16:29

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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Guzzibutz » Di 2. Jan 2018, 11:09

werner hat geschrieben:Willkommen im Forum!
Das Abschmieren des getriebeseitigen Kardanwellenschmiernippels geht am besten, wenn man vorher die Schwinge ausbaut. Dann kannst Du direkt auch die Lager prüfen und abschmieren.
-w-


Meinst Du wirklich, ich soll die gesamte Schwinge ausbauen? Müsste es nicht eigentlich reichen, lediglich das Hinterradgetriebe auszubauen und dann die Kardanwell mitsamt Gelenken herauszuziehen?
Habe gestern mal das Ventilspiel eingestellt. Leider hat meine Schwungscheibe au bei intensivstem nachsehen keine Markierungen für OT. ich habe dann durch das Kerzenloch den OT ertastet. Drehen am Hinterrad ist alllerdings nicht sehr feinfühlig. Ich habe daher den Lima-Deckel abgeschraubt und dann mit nem 24er Schlüssel die Kurbelwelle gedreht. Bei meiner V850GT geht das super (die hat da auch noch OT Mrkierungen auf der Keilriemenscheibe, seufz), bei der V11 mach ich das, glaube ich, nicht nochmal. Da muss erst noch das Interferenzrohr runter und selbst dann ist es Gewürge. Die Ventile waren auch katstrophal eingestellt, rechts Auslass auf 0.10(!) mm, Einlass auf 0.20. Naja, mal schauen was da noch so kommt.

Gruß,

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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon nikon » Di 2. Jan 2018, 16:25

Die Kardanwelle lässt sich nur vom Getriebe abziehen, wenn vorher die Schwinge ausgebaut wird. Guck mal nach, das getriebeseitige Kreuzgelenk passt nicht durch die Schwingenöffnung. Den Ausbau würde ich in jedem Fall so machen, da der Aufwand nicht sehr hoch ist und Du mehrere Punkte gleich erledigen kannst: Schwingenlager kontrollieren und einige Umdrehungen weiterdrehen, Getriebeflansch nach dem Abziehen der Kardanwelle säubern und leicht fetten, Kupplungsflüssigkeit tauschen, da man nun sehr leicht an den Nippel kommt, um dort den Schlauch aufzustecken.
Ausbauen auch deshalb, da das Fett trotz aufgestecktem Gummischlauch/Endstück nicht zwingend auch durch den Schmiernippel ins Kreuzgelenk gelangt, sondern gerne auch vorbeiläuft. Den notwendigen Druck „Endstück auf Schmiernippel“ konnte ich nur im ausgebauten Zustand aufbringen, trotz meiner 45 Grad Konstruktion (siehe Link).
Dies einmal zu meinen Erfahrungswerten. Bin vor 2,5 Jahren auch mit einer V11 Le Mans angefangen und habe mir alle notwendigen Informationen aus diesem Forum besorgt. Das klappt sehr gut. Bin aber eher der Lesende als der Schreibende…
Zu dem Punkt Ventilspiel: das klappt einwandfrei und auch hinreichend genau, wenn man sich den Verdichtungs-OT über das Drehen des Hinterrades sucht (bei meiner alten V7 mache ich das auch über das Drehen der Kurbelwelle).
Thema synchronisieren: die oben bereits genannten Böhm-Uhren verwende ich auch.
Gruß

https://picload.org/view/ddapggcw/v11_a ... n.jpg.html
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon werner » Di 2. Jan 2018, 18:01

Meinst Du wirklich, ich soll die gesamte Schwinge ausbauen? Müsste es nicht eigentlich reichen, lediglich das Hinterradgetriebe auszubauen und dann die Kardanwell mitsamt Gelenken herauszuziehen?
Habe gestern mal das Ventilspiel eingestellt. Leider hat meine Schwungscheibe au bei intensivstem nachsehen keine Markierungen für OT. ich habe dann durch das Kerzenloch den OT ertastet. Drehen am Hinterrad ist alllerdings nicht sehr feinfühlig. I



Hi Frank,
Kollege Nikon hat ja schon ausführlich & richtig dazu geschrieben. Der Schwingenausbau ist keine große Sache und erleichtert das Abschmieren enorm.
Die Schwingen sind oft auch in keinem besonders gutem Zustand. Rostbefall usw. sind fast normal. Das könnte man bei der Gelegenheit ebenfalls prüfen & ausbessern.
Die Markierungen auf der Schwungscheibe sind nur sehr schlecht zu sehen. Da benötigt man Hilfe und eine gute Lampe. Deine Methode funktioniert aber natürlich auch.

-w-
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Guzzibutz » Fr 5. Jan 2018, 17:35

Na dann werde ich diese Wochenende dann wohl tatsächlich die gesamte Schwinge ausbauen, nachdem gestern die Fettpresse angekommen ist. Das WHB behauptet, dass man zunächst die Auspüffer abbauen muss. Stimmt das?
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon werner » Fr 5. Jan 2018, 22:34

Guzzibutz hat geschrieben:Na dann werde ich diese Wochenende dann wohl tatsächlich die gesamte Schwinge ausbauen, nachdem gestern die Fettpresse angekommen ist. Das WHB behauptet, dass man zunächst die Auspüffer abbauen muss. Stimmt das?


Schraub die Dinger ab. Darüber nachzudenken dauert länger.

-w-
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Guzzibutz » Sa 6. Jan 2018, 17:39

Fertig - das ging ja wirklich überraschend einfach. Wenn ich daran denke, wie aufwändig das Ausbauen der Schwinge bei meiner alten Guzzi ist... jetzt muss nur noch das Wetter besser werden. Nochmals vielen Dank an die Gemeinde :clap:
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Ludentoni » Sa 6. Jan 2018, 18:37

Die Welle auch wieder korrekt ineinandergesteckt? Wellengummi und Buchsen im Knochen, und das untere Federbeinauge auf Rissbildung (Sachs) kontrolliert? ;)
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Guzzibutz » So 7. Jan 2018, 09:14

Ludentoni hat geschrieben:Die Welle auch wieder korrekt ineinandergesteckt? Wellengummi und Buchsen im Knochen, und das untere Federbeinauge auf Rissbildung (Sachs) kontrolliert? ;)

Ich hoffe doch. Auf der Welle gab es jeweils gelbe Markierungen, die müssten beim Zusammenstecken übereinstimmen. Wellen O-Ring sah gut aus, auch das Federbeinauge. Meine hat je auch erst 15.000 Km runter. Was aber meinst Du mit „Buchsen im Knochen“?
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Dottore G. » So 7. Jan 2018, 10:04

Moinsen,
es ist die Momentabstützung vom Endantrieb zum Rahmen gemeint,der Knochen halt. :lol:
Dort schlagen die Gummi und die Stahlbuchsen aus.
Es sind auch schon Schrauben abgeschert,vor allem die vordere zum Rahmen hin.
Wenn das alles auseinander ist prüft man die am besten gleich mit.
Aber bei 15tkm sollte da noch alles OK sein.

Gruß, Dieter.
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Guzzibutz » So 7. Jan 2018, 12:28

Aha, das ist also ein Knochen :-D Hier scheint alles OK zu sein. . Nachdem ich den Hinterradantrieb ausgebaut hatte, ist allerdings hinten von irgendwoher ein dickes Aluscheibchen auf den Boden gefallen, keine Ahnung woher und wohin das jetzt eigentlich gehören würde. Abmessungen: Innendurchmesser M8, Außendurchmesser 25 mm, Dicke 10 mm.
Kommt das jemanden bekannt vor?
Der Klassiker: Du baust alles zusammen und hast dann ein Teil übrig...
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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon blacknorge » So 7. Jan 2018, 18:51

Hallo Frank,

ruf dir mal die Fa. Wendel und dort den Ersatzteilkatalog auf: www.wendelmotorraeder.de/kardan-winkeltrieb-v11-nakedle-manns-ex-30_3006_300602_30060202_3006020210_300602021011.html . Es dürfte sich bei der Scheibe entweder um Teil 32 (Ausgleichscheibe innen) oder um Teil 33 (Ausgleichscheibe außen) handeln. Pass beim Zusammenbau unbedingt auf, dass du Teil 5 (Distanzscheibe, oder besser: Distanzröhrchen) nicht vergisst und zieh die Achsmutter nicht zu fest an. Wenn die Ausgleichsscheiben oder das Distanzröhrchen fehlen, dann himmelst du dir die Radlager.

Beste Grüße

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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon werner » So 7. Jan 2018, 19:23

blacknorge hat geschrieben:Hallo Frank,

ruf dir mal die Fa. Wendel und dort den Ersatzteilkatalog auf: www.wendelmotorraeder.de/kardan-winkeltrieb-v11-nakedle-manns-ex-30_3006_300602_30060202_3006020210_300602021011.html . Es dürfte sich bei der Scheibe entweder um Teil 32 (Ausgleichscheibe innen) oder um Teil 33 (Ausgleichscheibe außen) handeln. Pass beim Zusammenbau unbedingt auf, dass du Teil 5 (Distanzscheibe, oder besser: Distanzröhrchen) nicht vergisst und zieh die Achsmutter nicht zu fest an. Wenn die Ausgleichsscheiben oder das Distanzröhrchen fehlen, dann himmelst du dir die Radlager.

Beste Grüße

Borni



.. die Teile 32 /33 sind aber grösser als 8 mm. Vermutlich hat die U-Scheibe nichts mit der aktuellen Aktion zu tun.

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Re: Meine neue (gebrauchte) Le Mans - was muss ich machen?

Beitragvon Guzzibutz » So 7. Jan 2018, 19:25

Danke für die Antwort. Mein Scheibchen (oder sollte ich besser Buchse sagen) hat einen Innendurchmesser für M8. Die Guzziachse ist ja schon etwas dicker ;) auch hatte ich das Hinterradgetriebe gar nicht zerlegt gehabt. Die Distanzbuchse zwischen Antrieb und Hinterrdamitnehmer habe ich nicht vergessen, kann mir aber gut vorstellen, dass das leicht mal passiert.
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