Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Alles rund um Motor, Getriebe und Kardan

Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Lynx » Di 29. Mai 2018, 21:49

Hallo zusammen,
Die Hiobsbotschaften bei der 30.000er Inspektion reißen nicht ab. Hatte Sie mit Ventilgeräuschen eingeliefert und nun heißt es, dass Ventilspiel sei Beidseitig mehrere Millimeter. Bei einer kurzen 10km-Fahrt fing sie von jetzt auf sofort an merkwürdig zu klingen.
Da das Problem angeblich von Außen nicht eingrenzbar sei, wollen die den Motor komplett ausbauen und zerlegen. Mit Zusammenbau, ohne teile und wissen was es denn ist, werden 1400€ aufgerufen. Bissel happig. Da kommt man in den Bereich sich zu fragen: Tauschmotor? Und wenn ja, woher? Oder doch zum Motorenbauer instandsetzen lassen? Jemand Erfahrung mit sowas? Bin da für jeden Rat dankbar.
Lynx
Jungspunt
 
Beiträge: 14
Registriert: Sa 18. Feb 2017, 09:48

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Dottore G. » Mi 30. Mai 2018, 06:05

Woher kommt das große Ventilspiel denn?
Gestauchte Stösselstangen eingelaufnene Stössel oder Nockenwelle?Deckel runter
und die Kipphebelböcke raus und kucken.

Gruß, Dieter.
Moto Guzzi 850 T5. Moto Guzzi V11 LM fast orginal. Moto Guzzi V35 C. Simson S63 und Di Blasi R7,dazu Honda Elite 150 nebst Honda Helix CN 250 "ganz erheblich" optimiert.Italjet Tiffany 25
In meine Guzzen kommt nur Super + und Luft ;-) na gut,Öl gibts auch noch.Und in den Endantrieb auch noch Molykote.Auch schöne Dinge können manchmal schmutzig sein.
http://schweger-italotreffen.de
Benutzeravatar
Dottore G.
Foren Gott
 
Beiträge: 10722
Registriert: So 13. Jan 2008, 13:40
Wohnort: 49413 Dinklage

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Ludentoni » Mi 30. Mai 2018, 07:54

Aufwachen!

Die Experten haben doch schon versucht dir ne neue Kupplung zu verkaufen oder?

Hol das Motorrad umgehend dort weg und such dir jemand anders. Wenn die erstmal angefangen haben was zu machen wird das auch noch teurer als 1400 Euro, die werden nämlich noch mehr finden was angeblich kaputt ist und dich so richtig schröpfen...

Such jemand in deiner Nähe der sich das mal anguckt und meide diese Experten.
Benutzeravatar
Ludentoni
König
 
Beiträge: 843
Registriert: Mo 14. Jan 2008, 16:55
Wohnort: Güllegürtel

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Lynx » Mi 30. Mai 2018, 09:20

Diese Befürchtung habe ich auch. Bin nur nach Neuss weil es von Wuppertal so nah ist. Habt ihr eine Empfehlung wo man von hier aus am besten hinfährt? Habe als Alternative von Zweirad Nitzsche aus Dorsten eigentlich nur gutes gehört.
Lynx
Jungspunt
 
Beiträge: 14
Registriert: Sa 18. Feb 2017, 09:48

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Lynx » Mi 30. Mai 2018, 09:24

Woher das Ventilspiel kommt konnte man mir am Telefon nicht sagen. Daher wolle man den Motor komplett zerlegen, aber Nockenwelle sei ein mögliches Problem. Eigentliche müsste man doch über eine Endoskopkamera schon was erkennen können, oder nicht?
Lynx
Jungspunt
 
Beiträge: 14
Registriert: Sa 18. Feb 2017, 09:48

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Mi 30. Mai 2018, 09:55

Hi Lynxer !
Der V11-Motor ist nicht dafür bekannt, Probleme mit Nockenwelle oder Stösseln zu machen.
Das ist ein sehr alter bewährter V2-er mit Öl-Luft Kühlung, der bei regelmässigem Ölwechsel und nicht zu hohen Drehzahlen (...V11 hat sowieso einen Dz-Begrenzer) ein langes Leben hat.

Andere Motoren von Guzzi hingegen hatten tatsächlich Nockenwellen-Stössel Probleme: der (damals neue) 8V Motor wie in Stelvio, Griso.

Deine Werkstatt kommt mit Guzzi Motoren nicht klar.
Vielleicht irritiert deren Monteure auch das Geräusch der Trockenkupplung : die klingelt eben. Ist eben wie bei Ducati auch.

Hol dein Mopped da weg !


Frage : Wo kommst Du her?
Hatte was von Wuppertal gelesen.
Es gibt hier im Forum bestimmt ein paar Elfen-Fahrer aus der Gegend.
... nicht alle sind aus Berlin, Schwege, Schenklengsfeld oder Rott-am-Inn... :bier:

Gruss aus Franken
-M-
"Ohne Leichtsinn ist das ganze Leben keinen Schuß Pulver wert" Theodor Fontane
Benutzeravatar
-Martin.Glaeser-
Foren Gott
 
Beiträge: 8560
Registriert: So 13. Jan 2008, 15:30
Wohnort: 91058 Erlangen

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Lynx » Mi 30. Mai 2018, 10:22

Ganz genau Martin, komme aus Wuppertal.
Lynx
Jungspunt
 
Beiträge: 14
Registriert: Sa 18. Feb 2017, 09:48

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon mgmilles » Mi 30. Mai 2018, 10:29

Fahr zum Michael Nitzsche, da bist du bestens aufgehoben.
Schönen Gruß vom Niederrhein
Thielo

-----------------------------------------------------------------------
V11 Sport, Modell 2003, Bj. 2002, GKat mit Mistral Konisch-Carbon
Benutzeravatar
mgmilles
Mitglied
 
Beiträge: 25
Registriert: Mo 14. Jan 2008, 09:20
Wohnort: Dinslaken

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon zadde » Mi 30. Mai 2018, 15:14

Also wenn vor dem dem KD keine Geräusche da waren, dann kommen die nicht auf einmal spontan. Evtl. an der falschen Markierung eingestellt, dann geht so was und wenn es so ist, dann weg von dem Laden.
Zadde
Cafe Sport ´04, LM2 ´81, KTM 990SMT '11
Benutzeravatar
zadde
Routinier
 
Beiträge: 499
Registriert: So 13. Jan 2008, 18:01
Wohnort: Reutlingen

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Lynx » Mi 30. Mai 2018, 20:19

Bin jetzt zum Michael gefahren und fühl mich da sehr gut aufgehoben! Bin mal gespannt, was er herausfindet.
Lynx
Jungspunt
 
Beiträge: 14
Registriert: Sa 18. Feb 2017, 09:48

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Dottore G. » Mi 30. Mai 2018, 20:22

Der Anfang ist gemacht. :clap:
Moto Guzzi 850 T5. Moto Guzzi V11 LM fast orginal. Moto Guzzi V35 C. Simson S63 und Di Blasi R7,dazu Honda Elite 150 nebst Honda Helix CN 250 "ganz erheblich" optimiert.Italjet Tiffany 25
In meine Guzzen kommt nur Super + und Luft ;-) na gut,Öl gibts auch noch.Und in den Endantrieb auch noch Molykote.Auch schöne Dinge können manchmal schmutzig sein.
http://schweger-italotreffen.de
Benutzeravatar
Dottore G.
Foren Gott
 
Beiträge: 10722
Registriert: So 13. Jan 2008, 13:40
Wohnort: 49413 Dinklage

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Ludentoni » Mi 30. Mai 2018, 21:40

Doch ein schlauer Luchs. :-D

Lass dir trotzdem nix aufschwatzen... ;)
Benutzeravatar
Ludentoni
König
 
Beiträge: 843
Registriert: Mo 14. Jan 2008, 16:55
Wohnort: Güllegürtel

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Lynx » Do 31. Mai 2018, 05:14

:-D
Lynx
Jungspunt
 
Beiträge: 14
Registriert: Sa 18. Feb 2017, 09:48

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon dingo » So 26. Aug 2018, 16:27

Moin,
gibts zwischendurch mal Neuigkeiten ?!
Grüße
Jürgen
dingo
Jungspunt
 
Beiträge: 15
Registriert: Do 17. Jan 2008, 19:50

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon roland.k » Di 28. Aug 2018, 08:31

Bei nem Kumpel wurde vor kurzem in einer "Fachwerkstatt" nach Ausfall des linken Zylinders ein Zylinderkopfschaden (kein Kompression) diagnostiziert. Nach Rückmeldung, dass der Zylinderkopf vor 2TKM doch neu gemacht wurde, war es dann plötzlich das Steuergerät, was gefühlt 1 Mio Euro kosten sollte und als die Maschine dann zuhause war, war es schlicht der Zündkerzenstecker :hammer:
Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit ! :kuh:
Benutzeravatar
roland.k
Administrator
 
Beiträge: 3368
Registriert: Sa 12. Jan 2008, 13:51
Wohnort: 77972 Mahlberg

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Kosmolske2.0 » Di 28. Aug 2018, 08:49

Bei meiner ersten Elfe ist mal die Sicherungsmutter der Lichtmaschine abgefallen. Hat sich nicht gut angehört. Ich absolut keine Ahnung.
Die Werkstatt diagnostizierte mir einen kompletten Motorschaden. Aber nicht ohne mir 2500€ für meine Elfe zu bieten, für die ich 3 Monate vorher 5000€ bezahlt hatte.
Hab sie wieder mitgenommen und einen Bekannten schauen lassen. Der hat mir das dann für 40€ gemacht.
Einmal infiziert, immer erkrankt...
Benutzeravatar
Kosmolske2.0
Routinier
 
Beiträge: 313
Registriert: So 16. Okt 2011, 17:51
Wohnort: 63864 Glattbach

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon hans » Di 28. Aug 2018, 12:12

Wegen dem nicht so seltenen Riss des Getriebegehäuses, erklärte mir vor langer langer Zeit der Meister und Inhaber der Vertragswerkstatt,
dass auch bei einer Laufleistung von nur 18000 km ein komplett neues Getriebe eingebaut werden muss,
da es technisch nicht möglich ist das Getriebe und Gehäuse auseinander zu bauen.
Eine Angebot über die Inzahlungnahme und den Kauf einer Breva 1200 hatte er auch sofort bereit.
Der Gipfel war, dass er mir mein Motorrad nicht mehr geben wollte, da es lebensgefährlich sei mit dem kaputten Getriebegehäuse zu fahren.

Salve
hans
Benutzeravatar
hans
Kaiser
 
Beiträge: 1175
Registriert: Mo 14. Jan 2008, 07:41
Wohnort: 94060 Pocking

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon Lynx » Fr 31. Aug 2018, 17:23

Hallo zusammen, meiner Elfe gehts inzwischen wieder blendend. Ursache waren die Nocken der Nockenwelle. Diese waren wahrscheinlich durch einen Ölfilmabriss beschädigt und haben haben dann direkt die Tassenstößel mit zerlegt. Daher auch das ungleiche Ventilspiel und der Motorklang wie ein Sack Nüsse... Zylinder runter, neue Welle mit auslassöffnungen AUF den Nocken eingebaut und noch einige Teile mehr, dann wars geschafft. Die Jungs von ItaloMotors in Dorsten sind absolut spitze! Das Problem wurde zügig gefunden und zu fairen Preisen repariert. Ist von mir aus zwar 1,5 Stunden zu fahren, aber den Weg werde ich im Fall des Falles immer auf mich nehmen.
Lynx
Jungspunt
 
Beiträge: 14
Registriert: Sa 18. Feb 2017, 09:48

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Fr 31. Aug 2018, 19:11

Immer gut von so einem 'happy end' zu lesen.
Ich denke mal :
. 1 Tag Arbeit
. Neue Nockenwelle, Stößel, neues Öl, Ölfilter
----------
= 1100 bis 1200€

-M-
"Ohne Leichtsinn ist das ganze Leben keinen Schuß Pulver wert" Theodor Fontane
Benutzeravatar
-Martin.Glaeser-
Foren Gott
 
Beiträge: 8560
Registriert: So 13. Jan 2008, 15:30
Wohnort: 91058 Erlangen

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon werner » Fr 31. Aug 2018, 21:20

Was soll den vermeintlichen Ölfilmabriss verursacht haben? Bist du mit zuwenig Öl gefahren? Oder hast den Motor kalt in den roten Bereich gedreht? Ist die Ölpumpe defekt, oder ist der Filter abgefallen? Irgendeinen Grund muss es doch wohl geben..? Mit nur 30.000 Km Laufleistung ist der Motor noch fast neuwertig ..! :kratz:

-w-
V11/KR in zeitlosem grigio argento metallizzato, ohne Interferenzrohr oder sonstigem SchnickSchnack!

Vive le Chapter! + refugees are welcome !
Benutzeravatar
werner
Foren Gott
 
Beiträge: 4831
Registriert: So 20. Jan 2008, 13:41
Wohnort: 12205 Berlin

Re: Tauschmotor Le Mans / Instandsetzung

Beitragvon oliguzzi » Mo 3. Sep 2018, 15:03

[quote="Lynx"]Hallo zusammen, meiner Elfe gehts inzwischen wieder blendend. Ursache waren die Nocken der Nockenwelle. [quote]

Also so GANZ ungewöhnlich ist das nicht, hatte bei meiner '04 LeMans Nockenwellenschaden mit ca. 8.000 km - offizielle Analyse damals: "Härtefehler ab Werk". Lief alles über Garantie und gut war's.
Oliver.
-----------------------------------
'04 Le Mans V11 Black Beauty
'82 850 T4
'07 1200 Sport (Familienbesitz)
-----------------------------------
I've never made a mistake. I thought I did once, but I was wrong.
Benutzeravatar
oliguzzi
Doppel-As
 
Beiträge: 227
Registriert: Di 15. Jan 2008, 11:41
Wohnort: SE-57535 Bollerby


Zurück zu Motor / Getriebe / Kardan

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast