Bremsentuning bei Oldtimer

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Bremsentuning bei Oldtimer

Beitragvon guzzipapa » Do 1. Nov 2018, 10:40

Die Vordere Bremse an meiner heuer erworbenen Falcone hat eine eigene Art von ABS. Man kann am Hebel mit aller Kraft ziehen und es besteht keine Gefahr, dass das Rad blockiert. Das hat aber auch Nachteile, wenn man einmal eine Notbremsung hinlegen soll.
Welche Möglichkeiten gibt es, da eine Verbesserung herbeizuführen? Das einfachste und auch optisch am korrektesten wäre agressivere Beläge einbauen, keine Ahnung ob es so was gibt. Die nächste Option, eine einfache aber deutlich größere Trommel aus der alten V 7 Spezial einspeichen. So eine habe ich in meinem Fundus liegen. Die wohl effektivste Variante eine Doppelduplex von Fontana oder Grimeca, die findet man in Italien von 500 Euro aufwärts.

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Re: Bremsentuning bei Oldtimer

Beitragvon Dottore G. » Do 1. Nov 2018, 11:43

Gottfried der Heizer. :lol:
Da fällt mir noch der Backpulvertrick ein.
Oder die Trommel nass mit Glasperlen strahlen.
Oder eben frische unverglaste Beläge aufnieten.

Gruß, Dieter.
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Re: Bremsentuning bei Oldtimer

Beitragvon uwe.v11 » Do 1. Nov 2018, 16:11

Die haben doch früher auch gebremst.
Raues Schmirgel die Trommel innen bearbeiten und auch die Beläge.
Glasschicht überschmirgeln und richtig einstellen.
Der Hebel an der Trommel sollte schön im rechten Winkel stehen wenn die Beläge zum anlegen kommen.
Kannst doch keine Duplex oder Doppeldublex einbauen.
Das ist doch nicht orichinol :schwitz:
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Re: Bremsentuning bei Oldtimer

Beitragvon guzzipapa » Do 1. Nov 2018, 21:16

uwe.v11 hat geschrieben:Die haben doch früher auch gebremst.
Raues Schmirgel die Trommel innen bearbeiten und auch die Beläge.
Glasschicht überschmirgeln und richtig einstellen.
Der Hebel an der Trommel sollte schön im rechten Winkel stehen wenn die Beläge zum anlegen kommen.
Kannst doch keine Duplex oder Doppeldublex einbauen.
Das ist doch nicht orichinol :schwitz:


Das mit Beläge und Trommel aufbereiten bringt schon was, aber meistens nur bis alles wieder glatt geschliffen ist. Was schon was helfen würde, wäre mehr Kraft an den Hebel zu bringen. Bei der V 7 hab ich eine Handbremshebel von Thomaselli drangemacht, das hat man gespürt. Bei der Falcone wird das nicht reichen, da müsste auch an die Trommel ein längerer Hebel, was dann wieder mehr Weg am Handgriff bedeutet. Eine einfache Lösung wäre eine hydraulische Betätigung anstatt des Seilzuges. Aber einen Hauptbremszylinder der auf Zug funktioniert hab ich noch nie wo gesehen.

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Re: Bremsentuning bei Oldtimer

Beitragvon Ludentoni » Do 1. Nov 2018, 21:44

Gottfried, die V 35/V 50 hatte sowas, wie auch BMWs zu der Zeit.

http://www.wendelmotorraeder.de/bremse- ... 11008.html

Das einzig wahre wäre ein Umbau auf Scheibenbremse. Passt da nicht was mit Rad und Gabell aus der Guzzi TS 250 oder 350/400 oder anderen alten Italienern?

Ansonsten erstmal die originale Duplex optimieren. Radien der Beläge und der Trommel anpassen, Nocken bearbeiten, einstellen, versuchen herauszuholen was geht.
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Re: Bremsentuning bei Oldtimer

Beitragvon guzzipapa » Do 1. Nov 2018, 23:57

Der Umbau auf eine andere Gabel und Räder mit Scheibenbremsen wäre eine einfache und effektive Massnahme. Das passt aber dann überhaupt nicht mehr mit dem Motorrad zusammen. Bei meiner V 7 habe ich die einfache auf eine Doppelduplex umgebaut, das hat schon ordentlich was gebracht. Diese vorhandene einfache aber größere Trommel in die Falcone zu verbauen wäre wenig Aufwand. Wahrscheinlich werde ich das einmal angehen. Die ganze Geschichte mit Einstellung und so optimieren bringt auch noch ein wenig dazu. Und vielleicht finde ich wirklich noch wo einen passenden Zylinder für eine hydraulische Betätigung. So ein Original-Freak bin ich nicht und die Falcone ist auch kein so ausgesprochener Oldtimer, dass man das ganz extrem betreiben muss. Aber sie ist ein schönes Motorrad und das möchte ich nicht mit unpassenden Fahrwerksteilen verhunzen.

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Re: Bremsentuning bei Oldtimer

Beitragvon pilipili » Sa 17. Nov 2018, 10:52

Bei meiner V7 habe ich die Bremsbacken
Bei RBK Industrie neu bestohlen lassen.
Extra weiches Motorrad Bremsband!
In die Lagerstellen neue Bronzebuchsen
eingezogen, danach die ganze Bremsanker
Platte auf die Drehbank und alles genau auf den
Trommeldurchmesser gebracht. - das
Bremst nun richtig gut ( für Trommelbremsverhältnisse)
Ähhhm habe ich letzte Woche in Novegro auf dem
Oltimermarkt gesehen...kommt ganz bestimmt mit
Der brachialen Motorisierung klar.
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Re: Bremsentuning bei Oldtimer

Beitragvon guzzipapa » Do 22. Nov 2018, 12:18

Auf den Bildern seh ich nichts. Wäre aber interessant, was das ist.
Das hab ich gefunden:
https://www.subito.it/accessori-moto/fr ... 541341.htm

technisch gut gemacht, optisch eine perfekte Lösung. Aber so viel Geld für einen Prototypen will ich auch nicht ausgeben.

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Re: Bremsentuning bei Oldtimer

Beitragvon andi » Do 22. Nov 2018, 14:46

Schau dir mal die Bremse der Honda CBX 550 an. Gekapselte Scheibenbremse, sieht von aussen auf den ersten Blick wie ne Trommel aus. Die ComStar-Nabe lässt sich relativ gut auf Speiche umbauen.


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