Stilllegung Motorrad

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Stilllegung Motorrad

Beitragvon hans » Mo 23. Nov 2015, 11:04

Meine verbogene Kleine wird für einige Jahre stillgelegt.

Auf was soll ich aufpassen, dass es später keine bösen Überraschungen gibt?
Ich hätte das Moped gewaschen und dann in der Garage deponiert.

Tipps werden gerne angenommen.

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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon guzzipapa » Mo 23. Nov 2015, 12:29

Batterie raus ist eh selbstverständlich. Kühlflüssigkeit gegen neue austauschen, die kann bei zunehmender Alterung Aluteile angreifen. Die Elektrischen Kontakte mit etwas passendem behandeln, dazu ist der M der richtige Fachmann. Die Kerzen würde ich rausschrauben, die Gewinde mir Kupferpaste einschmieren und wieder rein. Und die ganzen übrigen Teile mit Konservierungsspray vom einschlägigen Fachhandel dick einspritzen.
Dann brauchst du nur mehr warten, bis die Teile als Raritäten Höchstpreise am Oldtimermarkt erzielen.

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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon Snupo » Mo 23. Nov 2015, 22:51

2021 ist es dann soweit.

MG feiert dann 100ges Bestehen. Die Preise für Gebrauchtmotorräder werden in astronomische Höhen klettern. Garantiert!

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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Di 24. Nov 2015, 01:42

Hans, auch wenn du den Platz zum Einlagern hast, und eine diesbezüglich sehr tolerante Ehefrau: mach es *nicht* !

(1) Schrott wird nicht eingelagert.
Schrott wird verschrottet.
Und ob du in 10 Jahren die Lust/Kraft hast, es dann wegzuwerfen... wer weiss?
Also lieber jetzt gleich - und richtig: Entsorgen, nicht aufheben!

(2) kein schlechten Omen im Haus!
Ich stelle es mir schrecklich vor, in der hintersten finstersten Ecke einer wohlausgebauten, voll gefliesten, beheizten und makellos ausgeleuchtet Garage so ein verbogene Mopped zu lagern.
Mach es nicht - kein gutes Karma!

(3) was sollen denn die anderen Mopped denken?
Dass du ein Mumiensammler und Leichenfetischist bist... das lass mal lieber den Leichenplastinierer Dr. von Hagen machen, den Perversen.

...meine Meinung!...

-M-

P.S. Sommer -Sonnwende ist am 15. Juni.
Alternativ Wintersonnwende am 15.12.
Lass brennen !
"Ohne Leichtsinn ist das ganze Leben keinen Schuß Pulver wert" Theodor Fontane
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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon guzzipapa » Di 24. Nov 2015, 07:29

Also gleich verschrotten würde ich das Moped nicht (ein Bauer schmeißt nichts weg). Allerdings ohne Plan einfach in die Ecke stellen ergibt auch keinen Sinn.
Nachdem du ja noch eine ganz schöne Strecke damit nach Hause gefahren bist, gehe ich davon aus, dass da gar nicht so viel hin ist. Möglicherweise reicht es, die verbogenen oder beschädigtenTeile, wie Lenker, Hebel, Fußrasten, Griffe, Blinker usw. zu tauschen, die Gabel gerade zu stellen, und die Kiste ist wieder in fahrbereitem Zustand.
Mein Vorschlag: Wenn du sie behalten willst, einmal einen erfahrenen Mopedschrauber anschauen lassen. Falls eine Reparatur sinnvoll ist, gleich machen. Ansonsten zur Teileverwertung.

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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon hans » Di 24. Nov 2015, 07:54

Bis jetzt habe ich folgende Schäden entdeckt:

Der Lenker ist verbogen.
Bei der rechten Lenkerarmatur hat es den Spiegel aus dem Gewinde gerissen, dass das Gewinde kaputt ist.
Die Armatur ist gerissen.
Die Gabel steht ein bisschen schief.
Ob es die Gabel ist oder ggf. am Lenkkopf (Rahmen) etwas fehlt weiß ich noch nicht.
Die hintere Bremsscheibe einschl. Bremssattel ist kaputt.
Die Befestigung des Windschildes hat auch etwas abbekommen.
Die Schrauben lassen sich nicht mehr lösen.
Das Schild steht schief.
Diverse Kratz- und Schleifspuren auf der linken Seite.

Vor dem Unfall hatte ich schon das Problem mit der rutschenden Kupplung.
Neue Reifen bräuchte ich auch.

Ich habe ein bisschen nach den Ersatzteilpreisen geschaut.
Vorausgesetzt Gabel, Lenkkopf, Rahmen sind in Ordnung, brauche ich Ersatzteile einschl. Reifen von ca. € 1000.--.
Vielleicht erwische ich einige Teile im BMW-Schrottverkauf etwas billiger.
Für die Reparatur schätze ich die Werkstattkosten ohne Teile auf ca. € 800.--.

Wenn ich das Moped jetzt verkaufe bekomme ich mit Glück € 500.--.
Mit der Kleinen habe ich auf 103000 Kilometer sehr viel erlebt.
Ganz egal ob bei der Saharadurchquerung, Pistenflitzen in Ungarn oder Nordkap,
sie war immer zuverlässig.
Aus diesem Grund hänge ich doch sehr an diesem Moped, dass ich es nicht einfach verschleudern will.

Meine Überlegung ist das Moped einzulagern und wenn mir nach einigen Jahren der Gusto wieder auf Gelände oder z.B. eine Fahrt nach Island (was ich unbedingt noch machen will) in den Sinn kommt die F650 wieder zu aktivieren.

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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon fixedG » Di 24. Nov 2015, 07:59

Ich würd sie trotzdem jetzt reparieren - auch die Ersatzteilversorgung wird nicht besser.......
ich weiß nicht wie es bei den Bayern ist, aber versuch mal, Teile für alte Hondas zu kriegen - also erst richten, dann schlichten... ;)
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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon werner » Di 24. Nov 2015, 09:30

.., um was für ein Moped geht es eigentlich? Ich lese nur immer "..die Kleine".

-w-
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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon andi » Di 24. Nov 2015, 09:50

fixedG hat geschrieben:Ich würd sie trotzdem jetzt reparieren - auch die Ersatzteilversorgung wird nicht besser.......
ich weiß nicht wie es bei den Bayern ist, aber versuch mal, Teile für alte Hondas zu kriegen - also erst richten, dann schlichten... ;)


Dem würde ich mich anschliessen. Kauf die Teile wenigstens, einbauen kannst sie dann zur Rente ;-)


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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon hans » Di 24. Nov 2015, 10:32

Es geht um eine BMW F 650 GS Dakar Baujahr 2002.

Entschuldigung, dass ich nicht gleich das Modell angegeben habe,
aber ich dachte allgemein an einmotten.

Wegen der Ersatzteilversorgung habe ich keine Bedenken.
Das nahezu baugleiche Modell wird als BMW G 650 GS immer noch produziert.

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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon andi » Di 24. Nov 2015, 13:04

hans hat geschrieben:Es geht um eine BMW...


Stimmt, als Guzzifahrer, wo "Ersatzteilversorgung" ja noch während der Produktion des jeweiligen Modells ein Fremdwort* ist, ist man vielleicht etwas vorsichtiger ;-)


Andi
* Tacho: nicht lieferbar, DZM: 2 Monate, Brems- und Kupplungshebel: nicht lieferbar, Anlasser: 1 Monat usw.
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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon Kosmolske2.0 » Di 24. Nov 2015, 14:07

Wenn Du Montageständer hast dann drauf damit.
Meine Öhlins hatte mir den letzten Winter im Nachgang mit undichten Simmeringen quittiert....
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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon Snupo » Di 24. Nov 2015, 14:14

andi hat geschrieben:
hans hat geschrieben:Es geht um eine BMW...


Stimmt, als Guzzifahrer, wo "Ersatzteilversorgung" ja noch während der Produktion des jeweiligen Modells ein Fremdwort* ist, ist man vielleicht etwas vorsichtiger ;-)


Andi
* Tacho: nicht lieferbar, DZM: 2 Monate, Brems- und Kupplungshebel: nicht lieferbar, Anlasser: 1 Monat usw.



Andi siehs doch positiv.
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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon andi » Di 24. Nov 2015, 14:22

Snupo hat geschrieben:
andi hat geschrieben:* Tacho: nicht lieferbar, DZM: 2 Monate, Brems- und Kupplungshebel: nicht lieferbar, Anlasser: 1 Monat usw.



Andi siehs doch positiv.
Wenn du nicht fahren kannst, kann auch nichts anderes kaputt gehen...


Wer sagt denn, dass ich nicht gefahren bin? Es war halt befremdlich, noch in der Garantiezeit Ersatzteile selber woanders kaufen zu müssen.


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Re: Stilllegung Motorrad

Beitragvon nhessi » Di 24. Nov 2015, 14:40

Hallo Hans,

Gestern habe ich im Zusammenhang mit dem derzeitigenXafer Naidoo bashing den Begriff "Meinungsbukkake" gelesen. :hammer: ..so geil :lol: !

Nun dann will ich hier meinen Teil natürlich auch dazu geben. ;)

Ich würde wie du einlagern und mir 2-3 Jahre geben, die Teile möglichst billig zusammen zu kaufen. Die Sofort-kaufen-Preise sind utopisch. Warte ab, bis etwas in die echten Versteigerungen gerät und sei dann nicht zu geizig.
So hatte ich die damalige 2. Elfe auch mit überschaubarem finanziellen Aufwand wieder in Schuss gebracht.

:o man dass war ja ein heftiger erguss nun. :lol:
Was ihr errafft an Geld und Gut,
Schmuck, Schuh, Gewänder aus den Schränken,
Vertut's, bevor ihr Schlimmres tut,
Für Wein und Weiber in den Schenken.

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