Auf ein Eis nach Mandello

Touren und Reiseempfehlungen

Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Di 1. Okt 2019, 09:03

Der Sommer 2019 neigt sich langsam seinem Ende zu.
Wer jetzt noch nicht genug hat vom Moppedfahren, der muß sich ranhalten.
Ich starte in Franken über die Romantische Strasse: Ich hole mir zum Start einen frischen Kaffee mit Florentiner Torte bei meinem Lieblings-Cafe in Dinkelsbühl, der schönsten Altstadt Deutschlands,
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und mache mich dann abseits von Autobahnen auf den Weg nach Süden.

Erstes Ziel ist die Übernachtung am Tegernsee, in Sichtweite zu den Alpen. Dort treffe ich meinen ersten Mitfahrer, der aus Oberösterreich angereist ist.
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Am nächsten Morgen kommt der zweite Mitfahrer dazu, aus Bad Tölz, und es geht zu dritt weiter nach Süden.
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An der wilden Isar entlang ....
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...und über den Sylvenstein-Stausee.
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Immer ohne Autobahn, und in Österreich ohne Autobahn-Vignette 'Pickerl'.
Mit dem obligaten Foto-Stop am Reschen-Stausee mit der Kirchturmspitze im Wasser.
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Zwischendurch eine Jause 'Kaiserschmarrn' zur Stärkung, und einen Kaffee.
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Ziel ist der Reschenpaß, an dessen südlichem Fuß auf der südtiroler Seite in dem Städtchen Glurns die nächste Übernachtung gebucht ist.
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Unser nächster Mitfahrer ist auch schon da, jetzt sind wir zu viert und komplett.
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In Südtirol darf natürlich der Einkauf von Speck in einer örtlichen Metzgerei nicht fehlen.
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Wir stellen die Moppeds über Nacht sicher ein....
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...und so kann es am nächsten Morgen Richtung Schweiz weiter gehen:
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<work in progress>

-M-
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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon werner » Di 1. Okt 2019, 20:20

.., hoffentlich bleibt das Wetter so schön! Viel Spaß und unfallfreie Fahrt!

-w-
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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon hans » Mi 2. Okt 2019, 09:17

Ich wünsche euch eine genussvolle Fahrt mit einem Eisbecher der die Reise wert ist.

Bei den Bildern sieht man erst wie schön es bei uns ist.
Unser abwechslungsreiches Mitteleuropa braucht sich hinter keiner Region dieser Welt verstecken.

Zur Frage von Martin wie es meinem Sitzfleisch geht:

Genießt jeden Stopp und schont euer Sitzfleisch.
Bei meinem Ausflug wurde mein Sitzfleisch am stärksten beim Heimflug strapaziert
(Dali - Chengdu = 2 Std.; 6 Stunden Wartezeit; Chengdu - Singapur = 5 Std.; Singapur - München = 12 Stunden).

DSC_8835.JPG


Beim Fahren wurde das Sitzfleisch nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen.
Gefahren wurde meist im Stehen.

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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon guzzipapa » Mi 2. Okt 2019, 10:57

Mit deiner Chinareise können wir mit unserem verlängerten Wochenendausflug bei weitem nicht mithalten. War auch nicht geplant. Wir haben uns halt gedacht: Jeden Tag chinesisch essen ist nicht unseres. Dauernd Wan Tan, Cop Suey und überall Sojasoße - da haben wir uns sicherheitshalber Richtung Speck und danach Pasta und Pizza orientiert. :mrgreen:
Und natürliche Pässe rauf und runter :razzing:

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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon hans » Mi 2. Okt 2019, 11:56

guzzipapa hat geschrieben:Mit deiner Chinareise können wir mit unserem verlängerten Wochenendausflug bei weitem nicht mithalten. War auch nicht geplant. Wir haben uns halt gedacht: Jeden Tag chinesisch essen ist nicht unseres. Dauernd Wan Tan, Cop Suey und überall Sojasoße - da haben wir uns sicherheitshalber Richtung Speck und danach Pasta und Pizza orientiert. :mrgreen:
Und natürliche Pässe rauf und runter :razzing:

Gottfried


Ganz ehrlich.
Nach den guten zwei Wochen die ich wieder da bin hat mich der Alltag komplett eingeholt.
Mit einem richtigen Motorrad gemeinsam mit euch durch Italien zu bollern,
würde mir so richtig Spass machen. :lemans:

Speck, Pasta und Pizza mit Besteck zu essen kann man den mit Stäbchen zu essenden Mahlzeiten immer vorziehen.

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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Mi 2. Okt 2019, 13:14

Um diese Jahreszeit, Ende September, macht es keinen Sinn und auch keinen Spaß, allzu früh aufzubrechen.
10 Uhr morgens ist eine gute Zeit.

Von GLURNS aus erreichen wir schnell die Schweizer Grenze, und dann geht es weiter nach Westen.
Jeder der schon mal den Stelvio Pass gefahren ist, kennt diese Abzweigung in Santa Maria, im Bild diese Seitenstrasse links hoch. Wir fahren aber geradeaus.
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Dann Ofenpass...
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Dann St. Moritz, wo wir ein Viadukt der Rhätischen Bahn unterqueren.....
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als grade ein Zug drüber fährt. Muss ich auch noch mal machen : Schweiz mit der Bahn.

Dann am Silvaplaner See und Silser See entlang nach Süd-Westen, mit dem Piz Bernina im Hintergrund.
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Auf guten Straßen mit wenig Verkehr und alle fahren 80. Wir auch.
Die Schweiz ist teuer bei Geschwindigkeits-Vergehen, und schon der erste km/h zu viel kostet, anders als in Deutschland wo es 3% Rabatt gibt. Dazu kommt, im Naturschutzgebiet verdoppelt sich die Buße - also brav sein. :roll:

Den Maloja Pass hoch und wieder runter....
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über die Grenze, und schon sind wir in Chiavenna.
Und plötzlich wird es richtig warm! Die Sonne scheint, es riecht nach Italien !

Zeit für einen Espresso, und ein Panini.
Wir parken vor einer MotoGuzzi Werkstatt....
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... aber die hat zu, weil es Mittagszeit ist. Macht nichts, wir brauchen nichts, alle 4 Elfen sind brav.

Dann gehts weiter an den Comer See.
Endlich. An die Fähre in VARENNA.
Alle STRAMMGESTANDEN! :mrgreen:
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4 Tickets für 4 Motorräder und 4 Männer sind schnell gekauft, dann geht es über den See nach BELLAGIO.
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Die Fähre geht alle 1/2 Stunde und kostet 8,20 Euro pro Person+Mopped.
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Wir übernachten in einem Hotel in einem Bergdorf oben in den Bergen, die Anfahrt ist schön, aber am Ende des Tages durchaus sportlich. Das ist der abendliche Blick aus dem Fenster :
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Zur Belohnung gibts echt italienisches Essen: Verschieden Nudelgerichte, und natürlich 2x eine Speck-Salami-Platte als "kleine" Vorspeise :
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Am nächsten Morgen : Das Frühstück ist gewohnt italienisch..
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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon lucky » Mi 2. Okt 2019, 17:36

Im nächsten Leben werd ich Bayer :lol:
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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon guzzipapa » Mi 2. Okt 2019, 18:20

lucky hat geschrieben:Im nächsten Leben werd ich Bayer :lol:


Ein Vorsatz denn viele haben: im nächsten Leben werde ich ein besserer Mensch :mrgreen: :hammer:

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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Do 3. Okt 2019, 10:12

Der nächste Morgen beginnt sonnig, aber kühl.
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Über Nacht ist Tau auf den Moppeds. Das zeigt: Es liegt schon Herbst in der Luft.

Vom Hotel aus führt unser erster Weg weiter hinauf in die Berge. Wir wollen weiter nach Bellagio, zur Fähre, aber zuerst geniessen wir den prächtigen Blick über den Comer See.
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Gegenüber liegt Mandello del Lario.
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Unser Tages-Tourplan ist ambitioniert : Zunächst Fähre nach Varenna.
Dann ein kurzes Stück am Ufer entlang nach Mandello. Dort Kaffee-Pause.
Und dann hoch in die Berge, nach BALLABIO.
Und weiter nach San Pellegrino, wo das Tafelwasser herkommt.
Das ist eine gute Tagestour, wenn wir uns sputen!

Ich sag' es gleich : Es kommt ganz anders ! :gaas:

Unterwegs treffen wir auf geschätzt zehntausend Radler : alle im selben bunten Laiberl gewandet.
Auf hochgrazilen Rennrädern, zusammengelötet aus dünnsten Stahlröhrchen. Oder Carbonfasern.
Rasen sie in 45 Grad Schräglage in den Kurven. Im Gegenverkehr.
Es kann einem Angst und Bange werden, vor diesen Männern auf ihren fliegenden Rädern.
Das ist Nord-Italien am Samstag Morgen....

Wir landen im Museum für Fahrräder, das am Wegrand liegt.
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Es lohnt sich, da mal reinzuschauen. Eintritt 8 Euro.
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Und wir besichtigen das Denkmal für die Gefallenen des Zweirad-Sports, das auch am Weg liegt.
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Jeder kennt es, der schon mal am Comer See war.
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Dann ist es Mittag. Im Tal unten wird nochmal getankt...
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...und dann geht wieder zur Fähre:
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Das Foto mit dem Ortsschild von Mandello wird nichts - zu viel Verkehr, und ich übersehe es.
Jedoch - hier das obligatorische PFLICHT FOTO vor dem Werkstor in Mandello: Wegen uns haben sie extra das Tor aufgeschoben.
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Und hier das Foto, das dem Artikel die Überschrift gegeben hat : Ein Eis in Mandello
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Mandello ist ruhig. Kaum Besucher. kaum Touristen. Kaum andere Motorräder. Ganz im Gegensatz zu 2 Wochen zuvor - zum RADUNO = 'Tag der offenen Tür' waren 30 Tousend MotoGuzzi Fahrer aus aller Welt nach Mandello gekommen.

Wir genuessen die Ruhe.
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Wir geniesen die Sonne.
Wir geniessen den See.
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Und lassen unseren weiteren Touren-Plan fallen.
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Um 4 Uhr nehmen wir die Fähre zurück nach Bellagio.
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Und abends gibt es Pizza !
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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Do 3. Okt 2019, 11:17

Noch ein Wort zu unserem Hotel für 2 Nächte:
Ein Riesen-Kasten hoch über dem Comer See, weit weg von Tourismus und vom Durchgangsverkehr.
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Wer baut so ein Haus ?
Es war mal das Betriebs-Erholungsheim für die Mitarbeiter der Registrierkassen- und Büro-Rechenmaschinen Firma NATIONAL.
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Daher auch der Name : Hotel NATIONAL. Hat nix mit Mussolini oder so zu tun.
Einzelzimmer, 2 Nächte m.F. = 95 Euro
Kann man nichts sagen.
Einfach aber gut.

Ich empfehle es : http://www.hotelnational.it/de/

Und hier die Karte vom Comer See :
In der Mitte die Landzunge mit Bellagio am Nordende. Rechts gegenüber Varenna. Dazwischen die Fähre.
Auf der Landzunge in der Mitte, links : Zelbio, wo das Hotel liegt.
Und am rechten Ufer des Comer Sees, also im Osten : Mandello.
Oberhalb davon, weiter in Osten, hoch droben in den Bergen : Ballabio
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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon Carlo Cappelli » Do 3. Okt 2019, 16:53

Sehr schön ! Ich beneide euch !!und gfrei mi für eich !!! :clap:
Männer sind wir ,erwachsen werden wir nie !
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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Sa 5. Okt 2019, 10:07

Der nächste Morgen beginnt grau und nieselig, richtiges Herbst-Wetter. Es ist an der Zeit, daß wir wieder Richtung Heimat fahren.
Unterwegs noch ein Stop an einer Grotte am Wegrand....
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dann zur Fähre, und weiter Richtung Schweizer Grenze.
Der Maloja Pass liegt voll in den Wolken....
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und ich bin am Überlegen ob ich meine Regenkombi auspacken soll.
Aber noch ist meine Jacke wasserdicht, und ab St. Moritz ist es wieder trocken.
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Aber kalt...
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Durch die Schweiz geht's im gemächlichen Tempo.
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Am Ofenpaß haben sich die Wolken wieder angehoben, und es gibt einen tollen Fernblick nach Osten.
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Am vorherigen Hotel in Glurns angekommen, gibt es was zu feiern:
ein 100-Tausender !
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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Mo 7. Okt 2019, 07:26

Der vorletzte Teil der Heimreise wird hart!
Am südtiroler Teil des Reschenpass stauen sich die schwarzen Wolken, es sieht nach Regen aus.
Und es ist anzunehmen, dass es auf der österreichischen Seite noch viel schlimmer wird. Nass und kalt.
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Unserer Vierer-Gruppe spaltet sich jetzt auf : Für den Heimweg macht sich jeder selbst bereit.
. einer lässt die Heimfahrt heute aus und macht einen Tag 'Wellness'. Morgen wird es wieder besseres Wetter sein. Der hat Recht !
. einer verlädt sein Mopped auf den Hänger und macht sich auf den Weg nach Norden, 700 km im Auto. Der hat Recht !
. einer zieht die Regen-Kombi an, putzt seine ASFINAG-Jahres-Vignette für unbegrenzte Kilometer auf österreichischen Autobahnen. Der hat Recht !
. und ich ziehe auch meine Regen-Kombi an, beisse die Zähne zusammen, und fahre Richtung Bayern. Ich arme Sau.... !

Es kommt wie es kommen muss....
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der Weg durch das wunderschöne Tirol ist auch im Regen schön.
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Kaffee-Pause am Rasthaus 'Zugspitz-Blick' - jedoch ohne Zugspitzblick, dafür Wolken, Regen, Nebel.
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Ich treffe nachmittags in meiner letzten Zwischenstation ein, und stelle fest : Mein linker Stiefel ist nicht wasserfest.
Ein blödes Gefühl, wenn ich laufe : links Sumpf - rechts Wüste.

Gut, dass es bei meinem freundlichen Übernachtungs-Gastgeber genau dafür eine technische Apparatur zur gleichzeitigen Trocknung von Schuhen *und* Handschuhen gibt, die aus einem Star-Wars Film entliehen worden sein könnte:
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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon guzzipapa » Mo 7. Okt 2019, 18:42

Zum 100.000er muss ich meine V 11 loben. Ausser Verschleißteilen ist nie etwas kaputtgegangen und das Motorrad hat mich immer sicher fort- und wieder heimgebracht. Der einzige Ausfall mit einer kaputten Lima war von mir selbst verursacht, durch Murks beim Einbau. Da kann das Motorrad nichts dafür.
Es macht mir seit ich sie habe Freude damit zu fahren. Und auch wenn sie nur in der Garage rumsteht, freut es mich sie zu sehen.

Die Heimreise von Glurns war, wie Martin schon geschrieben hat eine nasse Angelegenheit. Bei mir waren es 390 km durchgehend in mehr oder weniger Regen. Drei mal Pause gemacht. Einmal bei Imst, dann an der Autobahnabfahrt Kufstein Nord wo es nach dem tanken die obligate Leberkässemmel gab. Das Österreichische Gegenstück zu Panini con Prosciuto. Von dort weg Richtung Oberaudorf und Richtung Aschau über den Berg. 40 km Autobahn "abgekürzt". Und nach Salzburg beim Louis Shop noch eine Rast eingelegt. Die Dame an der Kassa hat mich gleich ganz fürsorglich zum Kaffeeautomat begleitet und erklärt, was es da alles an heißen Getränken gibt. Dann waren nur noch 90 km heim, durch den "Woid" und so. Die Regenklamotten und die Stiefel sind dicht geblieben, aber der Helm war innen richtig "zach". Direkt lustig wars nicht, aber es ist rumgegangen. So was gehört auch zum Motorradfahren.

Und am Ende noch ein großes Dankeschön an Martin für den Fotobericht. :danke: Und auch Danke für die Organisation der Reise. Ist ja gar nicht so einfach bei so einem Seniorenausflug alles zur Zufriedenheit aller Teilnehmer zu regeln :anbet:

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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Di 8. Okt 2019, 09:11

Ich bin ja noch garnicht zuhause angekommen ! :guzzeln:
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Re: Auf ein Eis nach Mandello

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Di 8. Okt 2019, 09:29

Am nächsten Morgen hat sich die Schlechtwetterfront verzogen, und der Himmel schaut blau aus.
Sonnig und kühl... genau richtig für mitteleuropäische Motorradfahrer.

Unser 'dritter Mann' hatte alles richtig gemacht :
+ eine zusätzliche Übernachtung in Glurns gebucht
+ einen kulinarischen Tagesausflug nach Meran unternommen
+ ein Tag Wellness satt ein Tag WellNASS
Diese Strategie muß ich mir für's nächste Jahr merken .... man lernt nie aus. :-)

Ich habe noch ein paar hundert Kilometer vor mir.
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Zuerst durch Oberbayern,dann durch Niederbayern. Dann Mittelfranken. Und dann bin ich daheim.

Den sogenannten Weißwurst Äquator, die Donau, überquere ich diesmal auf einer Fähre.

Bayern hat ja bekanntlich kein Meer, dafür Gebirge.
Ich versuche daher, wo immer es geht, mit dem Schiff zu fahren.
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Die Fähre in EINING bei Kelheim ist eine der wenigen, die es noch an der Donau gibt.
Gleich daneben ist ein schöne Biergarten, mit Blick auf den Strom.
https://biergarten-eining.de/

Als ich nachmittags zuhause ankomme, sind es knappe 2000 km mehr auf dem Tacho.
Ganz schön weit für ein Eis....

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