V11 Le Mans light

Tips und Fragen zu Polieren, Lackieren und allen möglichen "Optikretuschen"

V11 Le Mans light

Beitragvon guuz » Di 25. Dez 2018, 10:24

Hallo,
wie "angedroht" wird eine V11 Le Mans "erleichtert" und verliert den für uns nicht benötigten "Hüftspeck".
Die V11 Le Mans is ja richtig gut mit der Verkleidung für Touren, doch leider dadurch zu kopflastig geraten und Guzzi hat einen Landstraßen Brenner wie gewünscht leider nicht im Programm. Also muss Mann sich selbst helfen :-)

Die Farbgebung wird sich an den aktuellen V7 Farben orientieren.

Bereit liegen folgende Teile:
RSV Mille Showa neu mit Schutzblech
Satz neue Margherita Design 320er Bremsscheiben
P4 Bremszangen, silber neu
18er Radial Brembo Bremspumpe neu
Radial 12,7mm Kuppungspumpe
V7 Blechtank neu
V7 Sitzbank neu, die wird im Heckbereich massiv abgeändert
LED Scheinwerfer neu mit LED Blinker
Satz Endtöpfe QD oder wenn erhältlich Lavizzari
Aliant YLP 12 LifePo
Nummernschildträger für Hinterrad
Gefräster Fuß Bremshebel
Tomaselli Lenker
Angepeilt sind 220 Kg mit vollen Tank :-)

Vielleicht haben wir Glück und die Benzinpumpe der V11 passt in den V7 Tank
Lustig wird die Elektronik so gut wie möglich zu verstecken.

Als 2te Stufe wird der Motor überarbeitet, hier sollen reale 95 PS dann zur Verfügung stehen. Ob hierfür die Zeit dann noch ausreicht wird sich zeigen bis zur geplanten Abnahme im Juni. Falls nicht, der nächste Winter kommt bestimmt. :-D

Hier der Beginn des zerlegens
Bild
Bild

Werde zwischendurch den Stand des Fortschritts der Arbeiten aufzeigen.
Viel Spaß
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Di 25. Dez 2018, 12:21

....ich campiere schon mal hier, und warte auf die nächsten Fortschritte.

Und wünsche hiermit frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr.
-M-
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guuz » Mi 26. Dez 2018, 10:10

@ Martin, die V11 Le Mans light entsteht ja für einen sehr guten Freund.
Nachdem er meinen 202 Kg (inkl. Sprit) schweren Roadster (1100 Sport Vergaser Rahmen) Probegefahren hat und so den Unterschied zwischen V11 Le Mans und Roadster feststellte reifte in ihm der Wunsch auch eine Guzzi in die Richtung zu besitzen.

Die Auslegung der Bremskombination geht spitze :-D Hier werden nicht mal die top P4 34/34 Sättel benötigt.

Kurzer Schwenk zu einem anderen Thema / Projekt:
Parallel dazu läuft mein Lieblings Projekt in vollen Zügen, unsere Victoria's wieder auf die Strasse zu bringen :-D
Aktuell ist die KW beim Spezialisten zum Wuchten und Umbau auf Nadellager. Dieser fragte sofort für welche Leistungsstufe die KW ausgelegt werden soll, für Bergrennen, Classic Rennen ... Nein nein nur zum Spaß damit haben mit dem damals org. erhältlichen Sport Kit, diesen haben wir für die Motoren :-D
Der erste Kabelbaum ist so gut wie fertig :-D Ein 2ter folgt, dieser wird für meinen Freund seine baugleiche Victoria angefertigt.
So wie es aussieht komme ich sehr nah an das anvisierte Gewichtslimit von 80-83 Kg Fahrbereit ran. :-D
Zu "Weihnachten" gab es einen Satz frisch eingespeichter Räder :-D

Hierzu mal ein paar Impressionen :-D
Bild

Bild

Bild
Es wird ein Replika der Noris Ring Sieger Maschine von 1957. Hier gewann Victoria die in Nürnberg gebaut wurde das heimische Motorrad Rennen am Noris Ring.
Noch immer fährt auf dem Stadtkurs die DTM.
Bei einigen Teilen muß improvisiert werden da es schlichtweg nach 60 Jahren keine Teile mehr dafür gibt. Wie der Batterie Kasten, dem Vergaser, Ansaugstutzen, Motorentlüftung, Krümmermutter und anderen Kleinigkeiten. Was nur geht wird selbst gefertigt.

Viel Spaß
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guzzipapa » Mi 26. Dez 2018, 12:17

Das wird ein schönes Motorrad. Was mich interessiert, ist wie du mit der vorderen Bremse zurechtkommst. Die schaut ja von der Wirksamkeit auch nicht recht aufregend aus. Ich bastle gerade an meiner Falcone ein Hebelwerk um mehr Kraft an die originale Bremse zu bringen, weil die eigentlich gefährlich ist, so wenig bremst die.

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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon Jeans » Mi 26. Dez 2018, 12:41

Die Palette der möglichen V11 Verbesserungen ist schon groß, der wesentliche Schritt zum Abspecken ist m.E. nur im Auspufftopf gegeben, auch der Halter der der LM Verkldg. ist schon heavy metal!!

Frage mich nur was eine radiale Kupplungspumpe bringen soll??, Das Serienteil geht doch gut.

Ich habe die Brembo PR19 mit "Sinter"Belägen montiert, das funkt 1a als 1Finger stopp

Viel Spaß beim Schrauben
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon uwe.v11 » Mi 26. Dez 2018, 13:25

https://www.google.com/search?client=sa ... rsT66RuXWM:
Victoria..
Was mit Parilla Motor
Gehört das zusammen?
Erklärst Du mir das?
Gruß Uwe
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guuz » Mi 26. Dez 2018, 18:55

@ Jeans: Die ganze Palette ohne Einsatz von teuren Material bzw deren Teilen wurde bereits 2x umgesetzt.
Wie bereits gesagt: 1100 Sport Vergaser Rahmen mit 1100er Breva Motor und sehr vielen V11 Teilen 202 Kg fahrbereit, is nochmal 13 Kg leichter als mein Cafe Racer auf gleicher Basis mit vielen V11 Teilen.
Allein der Heckrahmen mit Sitzbank is bleischwer, dazu die ausgeprägte Kopflastigkeit mit sehr guten Windschutz, der riesen Tank usw usw usw.
Mit weniger Gewicht, einer Sitzposition die paar cm weiter vorn ist durch einen kürzeren Tank, Tick mehr Gewicht auf den Lenker, ändert sich das Fahrverhalten drastisch zum besseren. Meistens überleg ich mir genau was mache, meistens, aber nicht immer :-D :-D Der Spieltrieb is nunmal groß :lol:
Die ausgesuchte Bremskombination lässt den Michelin PiPo vorn beim Ankern lustig "zwitschern", mehr geht nicht ohne Abflug zu machen.

Die italienische Moped Firma Parilla hatte keinen top 50er Motor wie den von Victoria (Bekannt aus der Vicky 3, 47ccm, 2,25 Ps) und Victoria in Nürnberg fehlte ein Motor um die 175 ccm Klasse zu besetzen.
So kam die Italo - Deutsch Kooperation zustande, ne Menge 50er Motoren im Tausch gegen ca. 1000 St. 175er Motoren.
Gebaut wurden von unserer Victoria ca. knapp 900 St. nur und es existieren weltweit noch geschätzt 46 davon (inkl. unsere beiden), keine oder max nur 1-2 St. sollen offiziell Zugelassen sein. Ein richtig extrem seltenes Moped. Vom Noris Ring Sieger Moped gibt es nur 1 Foto :|
Parilla macht seit den 70er Kart Motoren und "E-Bikes" seit einiger Zeit, aber keine Mopeds mehr.
Dazu steht im Keller, was ich bis vor 3 Jahren selbst nicht wusste eine von noch 3 existierenden Mopeds aus Schweinfurt, sogar das bayerische Kultusministerium fragte nach dem Moped an, nix da, es bleibt wo es ist, bei mir im Keller ;) Mein Bruder hat sich immerhin damit die Schulter gebrochen, also unverkäuflich :-D

Das war nun eine kleine exkursion quer durch den Moped Himmel :-D
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon uwe.v11 » Mi 26. Dez 2018, 22:00

Danke für die Erklärung :danke:
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guuz » Fr 28. Dez 2018, 08:42

@ Guzzipapa, keine Ahnung wie die Victoria mal bremst mangels Vergleichsmoped zur Probefahrt.
In der Ausführung wurden Rennen damit gefahren und die Victoria wird wenig wiegen. Mit der schwer beherrschbaren Leistung von ca.15 PS darf wenig gebremst werden, sonst is der Schwung futsch :-)
Habe aus einem alten BMW Bremszug mir einen neuen für vorne gebaut, dieser hat eine sehr massive und stabile Hülle mit Kunststoffrohr innen.
Der Zug flutscht wie von selbst in der Hülle - Tülle :-) So geht so wenig wie möglich Kraft bei der Übertragung verloren.
Parilla dagegen hatte schon Öffnung für Kühlluft in der Bremstrommel.

Hebeländerung an Bremse, längerer Hebel für weniger Kraftaufwand bedeutet auch längeren Weg am Bremsgriff - Pedal.
Möglichst weichen Belag aufkleben lassen, früher's machte das Jurid und ähnliche Firmen.
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guzzipapa » Fr 28. Dez 2018, 09:39

guuz hat geschrieben:@ Guzzipapa, keine Ahnung wie die Victoria mal bremst mangels Vergleichsmoped zur Probefahrt.
In der Ausführung wurden Rennen damit gefahren und die Victoria wird wenig wiegen. Mit der schwer beherrschbaren Leistung von ca.15 PS darf wenig gebremst werden, sonst is der Schwung futsch :-)
Habe aus einem alten BMW Bremszug mir einen neuen für vorne gebaut, dieser hat eine sehr massive und stabile Hülle mit Kunststoffrohr innen.
Der Zug flutscht wie von selbst in der Hülle - Tülle :-) So geht so wenig wie möglich Kraft bei der Übertragung verloren.
Parilla dagegen hatte schon Öffnung für Kühlluft in der Bremstrommel.

Hebeländerung an Bremse, längerer Hebel für weniger Kraftaufwand bedeutet auch längeren Weg am Bremsgriff - Pedal.
Möglichst weichen Belag aufkleben lassen, früher's machte das Jurid und ähnliche Firmen.


Da hast du wohl recht, dass deine Victoria wegen des geringen Gewichtes leichter zu bremsen sein wird. Die Falcone bringt mit fast leerem Tank genau 200 kg auf die Waage. Da braucht es ein wenig mehr Bremse, zumal die Leistung mit fast 10 PS mehr noch extremer ist. :lol:
Ich habe noch ein Ersatzteil ausständig. Wenn es da ist, kann ich meine Bastelei einmal zusammenbauen und ausprobieren. Dann mach ich bei Martin einen Kurs in Bilder-ins-Forum-einstellen und zeig das her. Dein Hinweise mit dem Bremszug interessiert mich. Wo kriegt man so was her? Weil meiner ist so richtig "lätschert". Ich hab da schon über eine hydraulische Betätigung nachgedacht. Aber die Zylinder, die es dafür zu kaufen gibt sind zu klein. Da komme ich mit der Übersetzung nicht hin. Die Option mit besseren Belägen ist dann immer noch offen.

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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guzzipapa » Sa 29. Dez 2018, 21:23

Bremsbacken mit Spezialbelag aufkleben, hab ich grad eine passende Firma gefunden:
https://www.bremsbacke.at/preisliste-datenblätter-klebetechnologie/

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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guuz » So 30. Dez 2018, 09:45

Gottfried, Respekt wie du das enorme Gewicht mit der unglaublichen Leistung unter Kontrolle hast ;)
War im Oktober auf der Bialbero Königswelle 1 Zyl. Rennguzzi gesessen aus den 50er, federleicht das Moped.

Leide unter der "Krankheit": Aufheben, Mann kann es ja mal brauchen. :-D So hatte ich noch Bremszug der R90/6 meines Bruders. Daraus wurde der Bremszug gebaut.
Alternativ für ca.20€ einen Bremszug der K1100, R75,R60 verwenden. Dieser muss angepasst werden. Kürzen per Flex :-)
Noch Silikon Öl in die Innenführung rein und es flutscht perfekt.
Die Betätigungsnocken in der Trommel, Federnanliegepunkt schmiere ich mit Keramikpaste für Bremsenteile um auch hier die Reibung zu minimieren
Wünsche dir Erfolg !!

Mein 1957er 1100er Fiat bremste Top mit den Trommelbremsen.

In unseren Raum macht oder machte Bremsen-schoebel.de die Bremsbeläge, bei dir bremsbacke.at

Einen guten Rutsch ins neue Jahr
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guuz » Di 1. Jan 2019, 11:19

Hallo, "Neujahrs-update" :-)
Mann muss ja in gewissen Maß flexibel sein. Die geplante QD Anlage wird anscheinend nicht mehr produziert.
So kommt ein anderer feiner kleiner Auspuff Hersteller zum Zug, 2 Endtöpfe sind bei HP Corse geordert, die Hydro geformte Version in VA kommt in paar Tagen.
Diese haben an einer Guzzi einen sehr schönen Klang ohne das gleich die Nachbarn in der Siedlung aus dem Bett fallen, Formvollendet sind sie sowieso :-)

Mal sehn ob die ansprechend gemachten Instrumente entsprechend der Anforderung tiefer montiert werden können und so zur geplanten Scheinwerfer-Frontlinie passen muß.
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon andi » Di 1. Jan 2019, 19:08

guuz hat geschrieben:...2 Endtöpfe sind bei HP Corse geordert...


Mit Zulassung für die V11? Da bin ich schon auf die Optik gespannt, die Bilder auf der Webseite sehen schonmal nicht schlecht aus.


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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon Jeans » Di 1. Jan 2019, 19:23

Wünsch euch nen guten Start in 2019

Wie sieht denn der erleichterte Rahmen/Sitzbank aus (möglichst TÜV konform)??
Habe auch schon daran gedacht die Sitzbank 2-3 cm höher zu haben. Passt dann besser mit meiner GIFRAP Fussrastenanlage
Vorschlag wär schön :?
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guuz » Mi 2. Jan 2019, 08:50

Andi, die Töpfe sind für einen anderen Italo 1100er V2 mit 90-95 Ps eigentlich. Also perfekt geeignet für den Umbau. :-D
Die Vorgabe zur Abnahme ist: Das A, von Hubraum gleichen oder B, von Leistungsstärkeren Motorrad die E geprüften Endtöpfe stammen müssen.
Dann sollen sie nicht geräuschauffällig bei der Abnahme sein.

Freund folgte meiner Empfehlung und hat HP Hydroform an seiner RSV4 dran. Passt perfekt ran und is mit db eater auch gut zu Fahren. :-D

Wie TÜV Konform, Sitzbank höher????????? :kratz:
Allgemein dürfen "gewisse" Änderungen am Heckrahmen durchgeführt werden. I.d.R. darf nach der letzten quer Strebe gekürzt werden.
Halterungen (z.B. Helmschloß) dürfen ohne den Rahmen zu beschädigen entfernt werden. Weitere Änderungen sind vorher mit dem Prüfer abzusprechen.
Bei 2 Umbauten hab ich den "Heckrahmen" selbst gefertigt. Da wird natürlich schon etwas mehr verlangt vom Prüfer als nur: Ah sieht gut aus ;)
Sitzubank höher??? Aufpolstern, Distanzstücke unterlegen ;)

Sollte hier eigentlich keine Anleitung oder was darf ich wie und wo machen sein, ;) Nur als Beispiel höchstens dienen :-D
Da Änderungen immer mit dem Prüfer des Vertrauens vorher Abgesprochen werden sollten. Und auch der Prüfer hier dann folgend die Kriterien zum legalen Betrieb festlegt.
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guuz » So 6. Jan 2019, 18:10

Update
Es fehlt nicht mehr viel und die V11 ist soweit wie nötig zerlegt.
Die V11 Le Mans hat zu meiner 2005er Ballabio die als Basis für meinen CR diente außer der Verkleidung Unterschiede wie:
Andere Marzzo. Gabel, Klemmdurchmesser der Gabelbrücken unten 53 mm obere Brücke 54 mm (Obere Gabelbrücke baugleich mit Ballabio) und eine Vorderachse die in den Gabelfuß geschraubt wird. Das mag ich ganz und gar nicht diese Lösung der Achsbefestigung.
Dazu eine aussenliegende Benzinpumpe. Auch der Rahmen zeigt andere Details auf angeschweißtes Halteblech mit 2 Gewindestiften und völlig blödsinnig gehen ca. 6,2 mm röchrchen für Schrauben quer durch den Rahmen. Man kann es sich auch schwierig und unwirtschaftlich bei der Herstellung machen. :roll:

Allein der Halter der Zündspulen ist mit 3 M6 Schrauben und zusätzlich mit 3 Silentblöcken befestigt. Sowas stabil ausgeführtes sucht man aus Fernost vergebens. :shock:
Inzwischen hat die V11 Le Mans schon viel an Gewicht verloren, wir sind gespannt was final die Waage anzeigen wird und ob das geplante Ziel erreicht wird.

Alle georderten Teile wurden in das Regal eingeräumt, auch die schönen Domino Griffgummis mit der neuen 12,7 mm Kupplungspumpe mit gefrästen Bedienhebel. Geht die Bedienung zu schwer kommt ne schwarze 12,7mm radial Pumpe ran wie an meinem CR im Einsatz.
Aufgefallen ist mir das die Norton Atlas Nomad den gleichen LED Scheinwerfer dran hat wie er auch an die V11 Light ran kommt.
Wie vermutet passt das org. Cockpit mit der schönen Carbon Trägerplatte nicht zu der Linie :( Also wird eine neue Aufnahme konstruiert und die beiden Anzeigeinstrumente ganzes Stück tiefer gesetzt.

Der Scheinwerfer Halter ist gefräst, nun noch die Klemmen für die Gabel Schneiden, dann kann auch der Punkt abgehakt werden. Optisch diente ein käuflich zu erwerbenden Halter als Grund Vorlage.

Der V7 Tank und die Sitzbank wurde zu ersten Anprobe aufgelegt werden um den Umbau Aufwand abzuschätzen. Der Heckrahmen muß geändert werden.
Kürzen und einige Haltebleche abschneiden.
Die gewünschte Optik ist stimmig :-D

Die HP Corse Endtöpfe sind sehr schnell geliefert worden und sehen TOP an der V11 aus, hier müssen wir ein neue Verbindungsrohre auf den V11 Sammler neu anfertigen.

Die V7 Sitzbank wird im hinteren Bereich radikal geändert und bekommt so eine neue Form bzw Linie mit einem ganz schmalen Brems und Rücklicht das nur ein optischer Streifen ist. Das Rücklicht soll möglicht wenig ausgeschaltet auffallen ;)

Ein paar Bild Impressionen ;)

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Bild

Nächste Arbeiten sind:
Sitzbank Bezug abziehen, umbauen
Marzzo Gabel ausbauen, Showa rein :-) , Bremszangen inkl. Bremsbeläge EBC Sinter, Bremsscheiben tauschen.
Benzinpumpe und Benzinfilter demontieren, gibt es hier einen Filter in kleinerer Dimension?
Neue PiPo Reifen aufziehen.
Den von uns bevorzugten Tomaselli Schmiedelenker anbauen.
Bremsflüssigkeitsreservoir der Brembo Pumpe entfernen und alternativen Behälter ran.
Tankhalter anfertigen und danach den Heckrahmen entsprechend abändern.
Scheinwerferhalter anfertigen
Neue kleinere Zündspulen möglicht versteckt anbauen und noch 1000 andere Kleinigkeiten aber eines nach dem anderen :-D

Hat jemand ne Ahnung von der Förderleistung der Benzinpumpe der V11? Und zufällig die der V7? Optisch, soweit ich es in Erinnerung hab sehen beide gleich aus. Oder trügt mich mein erinnerungsvermögen hier?


Viel Spaß, es bleibt spannend :-)
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon andi » Mo 7. Jan 2019, 09:33

guuz hat geschrieben:Update
Bild


Flutscht der V7-Tank einfach so über die Luftfilterbehausung der V11? Das ist ja extrem praktisch :-)

Das Rahmenheck wirst du doch wohl aus Alu neu fertigen, oder?


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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Mo 7. Jan 2019, 12:43

guuz hat geschrieben:Hat jemand ne Ahnung von der Förderleistung der Benzinpumpe der V11?


. Pierburg ext. Benzinpumpe an der V11
. 100 l/h Förderleistung
. 3 bar Systemdruck

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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guzzipapa » Mo 7. Jan 2019, 21:47

-Martin.Glaeser- hat geschrieben:
guuz hat geschrieben:Hat jemand ne Ahnung von der Förderleistung der Benzinpumpe der V11?


. Pierburg ext. Benzinpumpe an der V11
. 100 l/h Förderleistung
. 3 bar Systemdruck

-M-


Wenn man einen Benzinverbrauch von ca. 250 g/PS Stunde annimmt, dann kann man mit der Pumpe theoretisch 300 PS Motorleistung versorgen. Also heißt das für guuz, den Rahmen abschneiden und Verlängerungen einschweißen, damit drei Motoren in Reihe Platz haben, weil sonst ist die Benzinpumpe nicht ausgelastet. :schwitz:

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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guuz » Di 8. Jan 2019, 07:22

@ Gottfried
3 Motoren in Reihe Hmmmm Keine schlechte Idee. Wird bischen unhandlich aber wer will schon Kurven Fahren :-D :-D

Andi, diesmal kein Aluheck Rahmen wie bei den beiden anderen Umbauten. Muß ja so gut wie nix gemacht werden, passt alles fast 1:1 :P In ein - zwei Tagen wären wir fertig :? :?
Wenn nicht soviel Cappu getrunken wird und dazu weniger gequatscht würde :-D
Was nur geht bleibt von der V11 :-)

Danke Martin für die Angaben !!
Wir werden mit einer im Tank V7 Pumpe mit ca. 60L/Stnd Förderleistung beginnen und bei Bedarf dann nur die Pumpe selbst tauschen, das sollte gehen schätzen wir.
Aussenliegendes Geraffel soll weg, bzw nicht sichtbar sein von dem verqollenen Teilesammelsurium rund um den Motor. Der ist vollkommen zugestopft.

Den Tank hätten wir gern etwas tiefer, geht aber nicht wegen dem dicken Anschraubpunkt des vorderen Hilfsrahmen am Hauptrahmen, hier is der 1100 Sport Rahmen wesentlich gefälliger.
Weiter runter setzten bedeutet das der Tank weiter nach hinten wandert und die gewünschte Sitzposition sich deutlich verschlechtert. Aktuell geht es grad so noch.
Auf den V11 sitzt Mann ja relativ weit hinten, was kontraproduktiv zum Handling ist. Hier ist mein Roadster die aktuelle Benchmark durch den 8cm kürzeren Tank.
Das bringt mehr Druck aufs Vorderrad ohne unbequem zu sein und fördert die Agilität ungemein.
Eine Änderung soll ja zum positiven führen, sonst wär sie Quatsch. Showbikes können andere viel viel besser bauen.
Das war noch nie mein Ziel !!!!
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guzzipapa » Di 8. Jan 2019, 08:01

Was ich bei der Pumpe anstossen wollte, ist dass die wohl um das dreifache überdimensioniert ist. Und wenn es um konsequentes Gewichtsparen geht, dann müsste aus diesem Grund eine andere rein. Ich würde da einmal bei Könnern in dem Bereich, wie etwa Ducati spionieren. Die InTankpumpe ist natürlich auch eine saubere Lösung. Der V11 Motor wird unter Volllast irgendetwas zwischen 25 und 30 l Benzin in der Stunde verbrennen, da müsste deine Pumpe leicht zurechtkommen damit.
Wegen Tank weiter nach vorne: Einmal bei einem Karosseriespengler fragen, ob der die Unterseite nicht an den Rahmen anpassen kann?

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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guuz » Mo 14. Jan 2019, 07:36

Gottfried, Dankeschön für den Tipp mit der Benzinpumpe. Ja einige Duc Modelle haben wirklich sehr kleine Benzinpumpen und dazu spott billig im Gegensatz zu den Guzzi Pumpen.
Wir werden es mit einer V7 Pumpe im Tank probieren, falls die zu wenig fördert kommt eine von Duc rein. Die org. Benzinpumpe scheint wirklich etwas überdimensioniert, da sie auch in diversen PKW mit deutlich mehr Hubraum und PS ihren Dienst tut.
Wie sieht es bei dir mit Schnee aus? War seit letzten Mittw. täglich bis Sonntag nur am Schnee schaufeln :cry: :cry: :schitt: Leider alles per Hand, nach ca. 16 - 18 Tonnen weissen Schei.. schippen bist fix und fertig und die Hände sagen zum Hirn: Schaufel halten, nö mag ich nicht mehr :roll: ....

Doch zurück zum angenehmen Teil, ca.Ende nächster Wo. sollte die Showa Gabel drin sein. In dem Zug bekommen auch die Felgen neue PiPo Gummi Socken aufgezogen, die obere Gabelbrücke wird neu lackiert dazu. Dann gibt es paar Bilder davon. Die Tankaufnahme für den V7 Tank ist probeweise fertig und kann folgend passend aus 3 mm VA gelasert werden. Muss das gelasert werden obwohl es niemand sieht, ganz klar JA.
Wir sehen das Bauteil ;)

Die PVC Platte zum Umbau der V7 Sitzbank liegt ebenfalls bereit, jedoch kann das erst erfolgen wenn der Tank 100% sitzt und der Heckrahmen entsprechend angepasst ist
Der "Hintern" darf optisch nicht "nach unten Hängen" :-D

So stay tuned :-D
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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guzzipapa » Mo 14. Jan 2019, 09:11

Danke der Nachfrage. Wegen Schnee ist bei uns überhaupt kein Problem. Da waren einmal an die 40 cm und einiges an Windverfrachtung. Jetzt schaut überall wieder das Gras heraus. Aber 20 km weg ist schon eine wichtige Strasse über den Kobernausserwald immer wieder gesperrt weil laufen Bäume umfallen. Und in den Bergen sowieso. Da hat mir ein Bekannter vom Hochkar ein Foto geschickt von so einer Bar im Schigebiet. Ein runder Bau etwa 4 m hoch mit einem kleinen Turm drauf. Da sieht man auf dem Webcamfoto nur mehr den Turm in einer großen Schneefläche.
Mit deinen technischen Fähigkeiten müsste es eigentlich ein leichtes sein, eine Altguzzi in eine Schneefräse umzubauen. Wenn sie als Betonmischer verspottet wird, wäre das schon eine elegantere Angelegenheit.

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Re: V11 Le Mans light

Beitragvon guuz » Mi 16. Jan 2019, 07:19

Nachdem die Front zerlegt wird ist Satz Radlager und Lenkkopflager geordert.
Die Schrauben der Bremsscheiben haben sich etwas geziert raus zu gehen, mit Heißluftpistole 2-3 Min auf den Schraubenkopf draufhalten, Inbus Schlüssel reinstecken und einen paar sanfte Schläge auf den Inbus Schlüssel drauf und knack lösßten sie sich.

Für den Heckrahmen (Bereich oberhalb des Dämpfers) wird eine 2 mm Blech Alu Wanne angefertigt, diese soll die LiFePo4 Batterie, das Steuergerät, Relais und die Sicherungen aufnehmen.
So müsste alles gut verräumt sein ohne besonders aufzufallen.

Als optisches Schmankerl (Für alle die nicht aus dem Süden kommen: besonderer Leckerbissen :-D ) Werden bald aus California die Ventildeckel eintreffen mit dem erhabenen Guzzi Schriftzug.

Nur schade das der Le Mans Schriftzug der V11 nicht mehr Lieferbar ist, na dann wird er halt auch selbst angefertigt und folgend den Tank verzieren. Das passt gut zusammen, der Guzzi Schriftzug auf den Ventildeckel und darüber am Tank der Le Mans Schriftzug.

Wenn es weiter so gut läuft ist der Zeitplan für die Fertigstellung Mai - Anfang Juni nicht mal so unrealistisch :-) Da alles bis jetzt nach Plan und Vorstellung läuft :-D .
Man sind wir jetzt schon gespannt wenn das Moped zum ersten Mal fertig aus der Garage in's Licht geschoben wird und der Blau - Silberne Lack erstrahlt :-)
Schade das es noch paar Jahre dauern wird bis aus Mandello etwas ähnliches (hoffentlich) kommen wird, der Bereich liegt ja vollkommen brach inzwischen im Angebot.
guuz
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