Am Mittwoch Abend in der Woche vor Ostern habe ich dann noch schnell den Tankrucksack angebracht, das Kabel fuer das GPS verlegt, und die neue bei Tante Luise angeschafften soft Satteltaschen angebracht. Habe zwar mit der Elfe auch den Hepco Becker Träger bekommen aber der ist mir dann doch zu klumpig und gross und die Gepäckrolle sehr weit oben und hinten.
Um 21 Uhr dann ab ins Haus, packen und um 23 Uhr in die Falle.
Donnerstag Morgen ging es dann gegen halb neun auch los und wie gewöhnlich wenn ich die erste grössere Fahrt mit einem neuen Moped mache im Regen. Und schon bei der ersten kurzen PP nach nur einer Stunde sah das Gute Stueck aus wie ein landwirtschaftliches Fahrzeug.
Da die Vorhersage fuer Deutschland ganz gut aus sah und Besserung vor allem bei der Temperatur versprach bin ich nicht mit Textil Klamotte, sondern mit Leder los und auch nur mit duenner langer Unterwäsche. Das war jetzt eher nicht meine beste Entscheidung. Bei Abfahrt hatte es 3 Grad und bis ich nach knapp 7 Stunden an der Fähre in Rödbyhavn ankam war ich ordentlich durchgefroren. Vom wärmenden Kaffee habe ich gefuehlt ein drittel verschuettet
Und die 45 min Ueberfahrt haben nicht wirklich ausgereicht um einigermassen warm zu werden.
Aber von Puttgarden waren es dann am ersten Tag nur noch gut 2 Stunden bis zur ersten Unterkunft in Artlenburg.
Am Freitag Morgen dann Sonnenschein aber als ich den Tankrucksack auf dem Weg zum Fruehstueck schon mal wieder aufpacken wollte dass:
Wozu fahre ich 800 km Richtung sueden um dann morgens erstmal den Frost von der Sitzbank zu kratzen
Sollte es nicht wärmer werden je suedlicher man kommt?
Gegen Mittag habe ich mich dann mit meinem Bruder in Rinteln getroffen. Auf dem Weg dorthin nur vereinzelt Schauer.
Gemeinsam dann weiter kreuz und quer durchs Weserbergland, bis nach Bad Salzschlirf.
Samstag dann leider recht viel Regen auf dem Weg durchs Vogelsberg Gebiet und den Spessart. Die letzten 30 km hinunter zum Main und Gross Heubach dann endlich trocken.
Am Sonntag dann die letzte Etappe durch den Odenwald und Hohenlohe auf die schwäbische Alb nach Aalen.
Endlich trocken und auch richtig warm 18 Grad
Immer auf kleinen und kleinsten Landstrassen. Die Elfe ist super handlich und im Kurvengeschlängel ein Gedicht, dazu dieser Charakter des Motors und dass umwerfende Bollern und Grummeln....

Dauergrinsen
Ich habe ja hinten auf einen 170er gewechselt und muss sagen dass passt mir gut. Fahre auf allen meinen Mopeds Michelin. Ausser auf den ganz alten Pilot Road. Die alten Pilot Classic. Auf einer der vielen kurvenreichen Strecken im Odenwald war es dann soweit in einer engen Bergablinks ist sie dann zum ersten Mal mit dem Seitenständer aufgesetzt.

Kann mir gar nicht erklären wie das passieren konnte

Aber da war ich aber auch schon ordentlich flott und schräg unterwegs.
Habe kaum Bilder gemacht unterwegs
Dann von Montag bis Freitag entspanntes Wandern bei und mit Muttern bei bestem Fruehlingswetter.
Am Dienstag nach Ostern hat sie dann auch eine wohlverdiente Wäsche bekommen.
Ach da strahlt sie wieder:
Samstag dann der erste Rueckreise Tag. Von Aalen nach Mölln, alles Landstrasse versteht sich allerdings hauptsächlich Bundesstrassen und nicht mehr die ganz kleinen. Kein Regen und angenehme Temperaturen wenn auch wieder deutlich kuehler. Sonntag dann die letzte Etappe nach Hause. Am Morgen bis Puttgarden wieder Regen, auch das stueck durch Dänemark bis zur Öresundbruecke dann trocken aber recht frisch 7-8 Grad.
Ankunft 18:30 zu Hause in Blidsberg.
Mein Fazit nach 6 Fahrtagen und knapp 3300 km: Ich bin verliebt!

Ganz klar mein Favorit im Stall momentan.
Apropos Satteltaschen: die Befestigung ist etwas Zeitaufwendig. Habe sie aber unterwegs auch am moped gelassen und nur den wasserdichten Innenbeutel mit in die Unterkunft genommen. Sie funktionieren gut vor allem wenn man bedenkt dass sie 49 € kosten.
So jetzt bin ich aber wirklich muede.
Schöne Gruesse und nochmal herzlichen Dank fuer Eure Unterstuetzung und Hilfestellung!
It's better to burn out than to fade away.